Für Deutschland Für die Region
Seehofer sieht die Nutzung von Bestandstrassen als Kernforderung des Freistaates Bayern
30. März 2015
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Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk hat den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im Vorfeld der Verhandlungen im Koalitionsausschuss erneut auf die Machbarkeitsstudie der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Dresden und der Technischen Universität Clausthal zum Zusammenwirken von Bahnstromnetz und Energieversorgung verwiesen.

Ministerpräsident Horst Seehofer hat Koschyk nun seine Unterstützung zugesagt und wörtlich mitgeteilt:

Gerade von der Notwendigkeit der Gleichstrompassage Süd-Ost sind wir, genau wie Du, alles andere als überzeugt.

„Wie Du weißt, tritt die Bayerische Staatsregierung vehement für eine Begrenzung des Stromnetzausbaus auf das unabweisbar Notwendige ein. Gerade von der Notwendigkeit der Gleichstrompassage Süd-Ost sind wir, genau wie Du, alles andere als überzeugt.

Ich gebe Dir völlig Recht, dass bei der Umsetzung der Energiewende auch alternative Ansätze bedacht und diskutiert werden müssen, um zu guten Lösungen zu kommen. Besonders wichtig ist hierbei auch aus meiner Sicht, dass diese Alternativen so bürgerfreundlich wie möglich ausgestaltet werden.

Die Nutzung von Bestandstrassen für den Bau absolut notwendiger Leitungen gehört dabei zu unseren Kernforderungen an den Bund.

Hierfür setze ich mich in den Verhandlungen auf Bundesebene mit Nachdruck ein. Die Nutzung von Bestandstrassen für den Bau absolut notwendiger Leitungen gehört dabei zu unseren Kernforderungen an den Bund.

Die von Dir übermittelte Machbarkeitsstudie zur Verknüpfung von Bahn- und Energieleistungsinfrastrukturen leistet hierzu einen wertvollen Beitrag.

Die Studie zeigt, dass die Nutzung von Bahnstromtrassen für Trassen der öffentlichen Energieversorgung technisch grundsätzlich möglich ist. Deshalb bleibt die Verknüpfung mit Bahnstromtrassen eine Option, die beim Stromnetzausbau zu prüfen und von den Übertragungsnetzbetreibern zu berücksichtigen ist.

Inwieweit die Nutzung von Bahnstromtrassen gegenüber anderen Lösungen Vorteile brächte, muss im konkreten Fall abgewogen werden. Der von Dir erwähnte und mir bekannte Vorschlag von 50Hertz sähe beispielsweise eine Führung auf Bestandstrassen des öffentlichen Stromnetzes vor.“

Ich bin dem Bayerischen Ministerpräsidenten dankbar, dass er zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region alle Möglichkeiten des Netzausbaus in die weiteren Planungen einbezieht.

Koschyk zeigte sich erfreut über die Nachricht des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und erklärte hierzu: „Ich bin dem Bayerischen Ministerpräsidenten dankbar, dass er zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region alle Möglichkeiten des Netzausbaus in die weiteren Planungen einbezieht. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Gleichstromtrasse Süd-Ost nicht benötigt wird und mit dem Neubau eines Gasturbinenkraftwerkes in Grafenrheinfeld und der Ertüchtigung der Stromnetze im Sinne der Machbarkeitsstudie der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Dresden und der Technischen Universität Clausthal ausreichend ist.“

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