Für die Region
Koschyk zu Besuch bei weltweit führendem Anbieter professioneller Diktiersysteme Grundig Business Systems
14. Juli 2010
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Grundig Business Systems 1

Bayreuth – Bei der Grundig Business Systems GmbH (GBS) in Bayreuth ist der Fachkräftemangel bereits angekommen: „Wir suchen dringend Ingenieure, Elektroniker und Mechatroniker“, sagte Geschäftsführer Roland Hollstein am Mittwoch bei einem Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk.
Trotz mittlerweile unzähliger Apps für das I-Phone geht der Geschäftsführer davon aus, dass professionelle Diktiersysteme auch in fünf bis zehn Jahren noch ihre Existenzberechtigung haben werden. Die derzeitige Aufwärtsentwicklung konnte Hollstein unter anderem mit den Beschäftigtenzahlen des Unternehmens belegen, die während des vergangenen Jahres um 35 auf rund 135, darunter sieben Auszubildende, angestiegen waren. In den Aufbau einer zweiten Fertigungslinie hat das Unternehmen im zurückliegenden Jahr knapp eine halbe Million Euro investiert. Produziert wird im Bayreuther Industriegebiet mittlerweile im doppelten Drei-Schicht-Betrieb, das heißt, die Maschinen laufen rund um die Uhr.

Mit Grundig Business Systems hat einer der drei weltweit führenden Anbieter professioneller Diktiersysteme seine komplette Produktion in Oberfranken. Nach einer bewegten Geschichte des Standortes konzentrierte man sich hier seit Ende 2003 unabhängig von der früheren Grundig-Muttergesellschaft auf die Diktiergerätesparte. „Diktieren hat nach wie vor Konjunktur, auch wenn der Markt nicht explosionsartig wächst“, so Hollstein. Besonders stolz ist der Geschäftsführer darauf, dass die derzeitige Aufwärtsentwicklung nicht exportgetrieben ist. 50 Prozent des Jahresumsatzes von zuletzt rund 20 Millionen Euro bleiben in Deutschland, 40 Prozent gehen in die weiteren Länder der Europäischen Union, aber auch in den Vereinigten Staaten hat GBS mit dem Büro in Chicago einen Fuß im Markt.

Grundig Business Systems 2
Bayreuth ist Sitz des weltweit führenden Anbieters professioneller Diktiersysteme: Roland Hollstein (links), Geschäftsführer der Grundig Business Systems präsentierte dem Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk die neue Fertigungslinie des Unternehmens

Neben den Themen Sprachaufzeichnung, Sprachbearbeitung und Konferenzsysteme produziert und entwickelt das Bayreuther Werk auch eine breite Palette an Zubehörteilen. Im digitalen Bereich bietet Grundig Business Systems sämtliche Geräte für mobiles und stationäres Diktieren. GBS ist eines von insgesamt vier Nachfolgeunternehmen der einstigen Grundig AG, die bis zu ihrer Insolvenz 2003 auf eine bewegte Geschichte am Standort Bayreuth zurückblicken konnte. Als zweites Standbein des Unternehmens wurde in einer Art „verlängerter Werkbank“ bereits die industrielle Auftragsfertigung bestimmter Produktkomponenten für Anbieter aus dem elektronischen Bereich etabliert.
Froh darüber, dass eine Sparte mit dem Namen Grundig erfolgreich „überlebt“ hat, zeigte sich Staatssekretär Koschyk bei dem Besuch. Der Bekanntheitsgrad des Namens liege bei 98 Prozent, sogar das alte Grundig-Logo finde in Bayreuth noch immer Verwendung. Koschyk: „Die Grundig Business Systems zeige, dass der Name Grundig noch immer für Innovation und Technologieführerschaft steht.

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