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12. Sitzung der Deutsch-Kirgisischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Bürger der Kirgisischen Republik deutscher Volkszugehörigkeit am 21. September 2017 in Berlin
22. September 2017
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Vize-Außenminister der Kirgisischen Republik, Emil Khakiev, und der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, bei der Unterzeichnung des Kommuniqués

Am 21. September 2017 fand in Berlin die 12. Sitzung der Deutsch-Kirgisischen Regierungskommission statt, die sich mit den Angelegenheiten der deutschen Min-derheit in Kirgistan befasst. Sie wurde von Hartmut Koschyk, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und Mitglied des Bundestages, und dem Vize-Außenminister der Kirgisischen Republik Emil Khakiev geleitet. An der Sitzung nahmen ebenfalls der Abgeordnete des Deutschen Bundestags Heinrich Zertik und der Botschafter der Kirgisischen Republik, Erines Otorbaev, teil. Darüber hinaus waren auch Vertreter des Bundesministeriums des Innern, des Auswärtigen Amtes, des Bundesverwaltungsamtes, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Vertreter der Landsmannschaft der Rußland-deutschen und des Jugend- und Studentenringes der Deutschen aus Russland Teilnehmer der Sitzung der Regierungskommission.

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Vize-Außenminister der Kirgisischen Republik, Emil Khakiev, und der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, mit der deutschen und kirgisischen Delegation nach der Unterzeichnung des Kommuniqués

Den Angehörigen der deutschen Minderheit soll in Kirgisistan eine dauerhafte Lebensperspektive geboten werden. Dazu gehört neben einer angemessenen wirtschaftlichen und sozialen Perspektive auch die Möglichkeit der Bewahrung der deutschen kulturellen Identität.

Gegenstand der gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere Fragestellungen aus dem kulturellen und humanitären Bereich, Fragen der Bildungs- und Jugendpolitik sowie die Fortsetzung der sozialen Hilfen für die deutsche Minderheit in Kirgistan.

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Intensive Beratungen zur 12. Sitzung der Deutsch-Kirgisischen Regierungskommission im Bundesministerium des Innern in Berlin

Die humanitären Hilfen spielen aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation Kirgisistans traditionell eine sehr große Rolle. In drei Sozialstationen in Bischkek, Tokmok und Sokuluk werden kranke und bedürftige Menschen betreut. Auch gibt es ein Kindergartenprojekt für Kinder mit Behinderungen aus allen Bevölkerungsgruppen. Die humanitären Hilfen umfassen u.a. eine medizinische Grundversorgung, Lebensmittelpakete sowie Bekleidung und Hygieneartikel. Im Projekt „Seniorenakademie“ werden ältere Menschen in Fragen der Gesundheit und Ernährung geschult. Die Kommission würdigte insbesondere, dass die Selbstorganisation der Kirgisistandeutschen, der Volksrat der Deutschen (VdD), inzwischen die Verantwortung für die Umsetzung der über die von ihm gegründete Stiftung abgewickelten sozialen Projekte trägt.

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Vize-Außenminister der Kirgisischen Republik, Emil Khakiev, und der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, mit der deutschen und kirgisischen Delegation im Innenhof des BMI

Die Kommission begrüßte die zahlreichen Aktivitäten der deutschen Jugend in Kirgistan, die ebenfalls mit deutschen Mitteln gefördert wurden. Im Jahr 2016 hat der Deutsche Jugendverband Kirgistans zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt, darunter fünf Sprachlager, ein Jugendcamp und ein Jugendaustauschprojekt. Das aufgrund einer Vereinbarung des VdD und des Kinder- und Erholungszentrums Sachsen-Anhalt durchgeführte Austauschprojekt „Internationale Jugendbegegnung in Blankenburg/ Harz“ war so erfolgreich, dass es 2017 fortgesetzt werden soll. So sind die deutschstämmigen Jugendlichen aus Kirgistan echte Brückenbauer zwischen beiden Staaten.

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v.l.n.r.: Ainura Tursumbaeva, Botschaftsrätin bei der Botschaft der Kirgisischen Republik in Berlin, der kirgisische Botschafter in Berlin, S.E. Erines Otorbaev, Vizeaußenminister Emil Kaikiev, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und Heinrich Zertik MdB

Im nächsten Jahr soll das Projekt der „Deutschen Fußballschulen“ starten, das in Polen bereits sehr erfolgreich durchgeführt wird. Bei den „Deutschen Fußballschulen“ werden fußballinteressierte Jungen und Mädchen spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt. Erfreulich ist, dass sich die kirgisistandeutschen Fußballspieler Viktor Meier, Edgar Bernhardt und Vitalij Lux, die in der kirgisischen Fußballnationalmannschaft spielen, bereit erklärt haben, die Patenschaft für dieses Projekt zu übernehmen.

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Valerij Dill, Vorsitzender des Volksrates der Deutschen der Kirgisischen Republik überreicht Bundesbeauftragten Koschyk eine Dankesurkunde

Im Rahmen der Regierungskommissionssitzung dankte Valerij Dill, Vorsitzender des Volksrates der Deutschen der Kirgisischen Republik Bundesbeauftragten Koschyk und überreichte ihm eine Dankesurkunde, in der unter anderem zum Ausdruck gebracht wird, welch unschätzbaren Beitrag zur Stärkung und Entwicklung der Selbstorganisationen der deutschen Minderheiten Bundesbeauftragter Koschyk geleistet hat.

Zum Kommuniqué in deutscher Sprache gelangen Sie hier.

Zum Kommuniqué in russischer Sprache gelangen Sie hier.

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