International
XV. Deutsch-Koreanisches Forum in Gyeongju: Begrüßung im Hwangnyongwon Tower
13. Oktober 2016
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Im Hwangnyongwon Tower in Gyeongju wurden heute die Sitzungen des 15. Deutsch-Koreanischen Forums eröffnet.

Die Ko- Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, Frau Prof. Kim Sun-uk, begrüßte die Teilnehmer des Forums und verwies einleitend auf die reiche Kultur der Stadt Geyoungju. Sie betonte nochmals die Auswirkungen des vorherigen Erdbebens, welches glücklicherweise keine größeren Schäden verursacht hatte, weshalb das Forum unverändert in Geyoungju stattfinden konnte. Ko-Vorsitzende Prof. Kim Sun-uk bedankte sich nochmals beim Oberbürgermeister der Stadt Geyoungju für die Organisation des Forums sowie des stattgefundenen Banketts am gestrigen Abend.

Kim sun Uk

Sie verwies auf die Kultur der beiden Länder sowie die Wiedervereinigung Deutschlands als Vorbild für die Republik Korea und stellte anschließend die zu behandelten Themen vor. Die Schwerpunkte „Die aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage“, „Digitalisierung der Wirtschaft: Industrie 4.0 und Smart Factory“ sowie „Der kulturelle Status beider Länder in ihrer jeweiligen Region: Aktueller Stand und künftige Entwicklung“ sollen dabei mit zahlreichen Gästen und Vorträgen abgerundet werden. Zudem bedankte sie sich bei den Unterstützern des Forums und den Referenten für deren Diskussionsbeiträge. Sie wünschte den Teilnehmern nicht nur informative Gespräche, sondern auch „eindrucksvolle Erlebnisse bei der kulturellen Vielfältigkeit der Stadt“, so Ko-Vorsitzende Prof. Kim Sun-uk.

Koschyk

Der Ko-Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, bedankte sich für das wundervolle Ambiente und den freundschaftlichen Empfang in der Stadt Geyongju. Er unterstrich die eindrucksvolle Atmosphäre des Forums und hob nochmals die koreanischen Tugenden wie Mut und Stolz hervor, die nach dem schweren Erdbeben der vergangenen Tage wieder mals zum Vorschein traten. Er bekräftigte in diesem Zusammenhang nochmals die Solidarität zu Korea und seinen Bewohnern. „Die Welt hat sich seit dem letzten Forum in Rostock deutlich verändert“, so Koschyk. Insbesondere die Lage auf der nordkoreanischen Halbinsel habe sich im vergangenen Jahr deutlich erschwert. Es sei das Ziel Deutschlands bzw. der internationalen Gemeinschaft die Provokationen seitens Nordkorea nicht hinzunehmen. Gemeinsames Ziel müsse es sein, wieder eine Annäherung der beiden koreanischen Länder zu erreichen.

Atmmosphäre 5

Korea sei vor allem im Hinblick auf seine Industriepolitik ein interessanter Partner Deutschlands. Er freue sich über die Themenschwerpunkte und hob nochmals die Verbindungen zwischen Deutschland und Korea hervor, die er in seinen bisherigen Reisen nach Korea erleben durfte. Vor allem das Jugendforum, das parallel zum Senior-Forum tagt, sei eine der größten Errungenschaften des Forums, „da es die Gegenwart und die Zukunft zusammenfüge. Zudem bedankte er sich für die prominente Teilnahme auf Seiten der deutschen Seite, sowie der koreanischen Teilnehmer, was nochmals die Bedeutung des Forums wiederspiegele, so Ko-Vorsitzender Koschyk.

Baehrens

Heike Baehrens MdB, stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe, begrüßte die Forumsteilnehmer herzlich. Vor zwei Jahren nahm Sie erstmals am Deutsch-Koreanischen Forum in Seoul teil, aber bereits als Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg hatte Sie zweimal Südkorea besucht und dort Vorträge zu den Themen Pflegeversicherung und der Rolle der Religion in der Wohlfahrtspflege gehalten.

Höhn

Bärbel Höhn MdB bedankte sich ebenfalls für die Einladung und verwies auf die deutsche Wiedervereinigung und die andauernde Teilung Koreas, was beide Länder miteinander verbinde. Sie sprach den Koreaner Mut zu, in Zukunft ebenfalls eine „Chance in der Geschichte“ zu nutzen, um die Teilung des Landes zu überwinden. Die globalen Veränderungen der Klimakrise würden für Sie einen der Hauptpunkte des diesjährigen Forums darstellen.

Nam Kyung pil

Kim Hwang-shik, ehemaliger Ministerpräsident der Republik Korea, unterstrich in seinem Grußwort an die Ko-Vorsitzenden und insbesondere an die deutschen Gäste die guten Beziehungen zu Deutschland. . Als Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Alumni Netzwerkes (ADeKo) sei es sein Ziel den Austausch zwischen beiden Staaten nachhaltig fortzuentwickeln.

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Nam Kyung-pil, Gouverneur der Gyeonggi Provinz, würdigte das Deutsch-Koreanische Forum und deren erarbeiteten Empfehlungen der vergangenen Jahre. Auch er betonte die Wichtigkeit der Widervereinigung und hob die derzeitige Krise innerhalb der Sicherheits- und Außenpolitik hervor. In der gegenwärtigen Zeit der Unsicherheit brauche Korea viele Einsichten und nutzvolle Informationen, um der Lage gerecht zu werden. Ein wichtiger Punkt für das Forum stelle für ihn die Global Governance dar. Diese könne sowohl ein Vorteil für die Wirtschaft sein, allerdings berge sie auch Risiken in sich.

Woo Yoon Keun

Woo, Yoon Keun, Parlamentarischer Generalsekretär, sprach seine Unterstützung für das Forum aus und unterstrich nochmals dessen nachhaltige Arbeit. Vor allem die Jugendarbeit sei für ihn das politisches Fundament für eine erfolgreiche Zukunft. Er dankte den Organisatoren des Forums und des Juniorforums für deren Einsatz. Er wünsche sich sich diskussionsreiche Ergebnisse, „um Deutschland und die Republik Korea weiter in eine gemeinsame Richtung zu führen.“

Sabathil

Prof. Gerhard Sabathil, Botschafter der EU in der Republik Korea, erklärte, dass Deutschland der stärkste Partner Koreas sei. Er hob die derzeitige „schwache Situation Europas“ hervor. Die Fülle der Probleme bedeute eine Schwächung der Europäischen Union als Ganzes. Trotz der eigenen Probleme stehe Deutschland bzw. Europa jedoch weiterhin unverändert an der Seite der Republik Korea. Entgegen all der Rückschläge bzgl. der Nordkoreapolitik müsse die Lage verbessert werden. Botschafter Sabathil unterstrich nochmals, dass die 28 Mitgliedstaaten Europas an der Seite Koreas stehen und dieses „menschenverachtende Verhalten“ Nordkoreas nicht zu billigen sei.

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