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Ukraine / Koschyk: Honorarkonsul aus Reihen der deutschen Minderheit hat Signalwirkung!
23. März 2018
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Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Begegnung – Deutsche schulische Ausbildung im Ausland“ befasst sich u.a. mit der deutschen Minderheit in der Ukraine und befragte hierzu den ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk.

Der Rat der Deutschen in der Ukraine möchte die kulturelle Identität der deutschen Minderheit erhalten. Seit Dezember 2004 sind alle Organisationen und Verbände der deutschen Minderheit unter dem Dach des RDU zusammengefasst. Der Rat koordiniert und organisiert unter anderem Deutschkurse, Sozial- und Bildungsprojekte sowie verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Der Erhalt der deutschen Sprache ist ein Hauptanliegen des Rats.

So nahmen im Jahr 2016 insgesamt 838 Deutsche in der Ukraine an vom Rat unterstützten Sprachkursen teil, um die Sprache ihrer Vorfahren zu erlernen oder sich darin zu verbessern. Koschyk wünscht sich mehr Engagement dieser Art: „Es gibt viele tolle Einrichtungen der Deutschen in der Ukraine. Nicht nur in Kiew, sondern überall im Land, wo in Sonntagsschulen oder in Abendkursen die deutsche Sprache vermittelt wird. Die deutsche Sprache als Minderheitenmuttersprache hat in der Ukraine aber noch ein starkes Defizit und darauf muss sich die Zusammenarbeit mit der Ukraine und auch die deutsche Förderpolitik konzentrieren.“ Deutschunterricht ist daher ein wichtiges Thema bei den jährlichen Sitzungen der deutsch-ukrainischen Regierungskommission. Koschyk hatte zuletzt erreicht, dass diese bilateralen Treffen wieder regelmäßig stattfinden, um sich unter anderem mit den Anliegen der deutschen Minderheit zu beschäftigen.

Dass Alexander Schlamp als Deutscher im vergangenen Jahr zum vierten Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine ernannt wurde, hat für den ehemaligen Beauftragten Signalwirkung: „Das ist ein wichtiges Zeichen an die deutsche Minderheit, aber auch an die ukrainische Seite, dass auch die deutsche Minderheit über Persönlichkeiten verfügt, die in der Lage sind, solche wichtigen Aufgaben wahrzunehmen.“ Aus Sicht von Honorarkonsul Schlamp hat das Vorteile für alle Beteiligten: „Wir verstehen, wie die Deutschen denken, und wir verstehen, was die Ukrainer meinen. Die deutsche Minderheit kann beide Seiten nachvollziehen und dabei helfen, die Verbindungspunkte zwischen den Kulturen und Nationen zu finden.“

Den vollständigen Artikel „Deutsche in der Ukraine – Zwischen Tradition und Moderne“ finden Sie hier.

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Sebastian Machnitzke

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