International
Bundesbeauftragter Koschyk besucht Gedenkpark Paneuropäisches Picknick
20. Januar 2017
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Die monumentale Skulpturenkomposition mit dem Titel „Durchbruch“ von Miklós Melocco im Gedenkpark des Paneuropäischen Picknicks

Im Rahmen seines Besuches in Ödenburg/Sopron, wo er an der staatlichen Gedenkfeier zur Erinnerung an die Vertreibung und Deportation der Ungarndeutschen und an einem Gedenksymposium der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und die Konrad Adenauer Stiftung teilnahm, besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, den Gedenkpark Paneuropäisches Picknicks. Begleitet wurde Bundesbeauftragter Koschyk vom Sekretär der Stiftung Paneuropäisches Picknick, László Nagy.

IMG_4254 (1024x768)Das Paneuropäische Picknick war eine Friedensdemonstration an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe der Stadt Ödenburg/Sopron am 19. August 1989. Unter der Schirmherrschaft des ungarischen Reformkommunisten Imre Pozsgay sowie des damaligen Präsidenten der Internationalen Paneuropa-Union und langjährigen Mitglieds des Europäischen Parlaments Dr. Otto von Habsburg fand an diesem denkwürdigen Tag das mittlerweile legendäre Paneuropäische Picknick statt, das über 600 Bewohner der damaligen DDR zur Flucht in die Freiheit nutzten.

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Am Schauplatz des Grenzdurchbruchs – in der Nähe der Straße nach St. Margarethen – steht die 2009 geweihte monumentale Skulpturenkomposition mit dem Titel „Durchbruch“ von Miklós Melocco, auf der dieser Text zu lesen ist: „Am 19. August 1989 öffnete ein geknechtetes Volk die Tore seines Kerkers, damit ein anderes geknechtetes Volk in die Freiheit hinaustreten kann.” In die Skulptur wurde auch ein Stück der Berliner Mauer integriert.

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2011 wurde der Gedenkpark Paneuropäisches Picknick erneuert: eine Bühne wurde gebaut, Fußwege angelegt, Informationstafeln, sowie Tische und Bänke aufgestellt, und 2014 wurde diese Stätte von Ungarn für den Preis Europäisches Erbe vorgeschlagen. Der Schauplatz dieses geschichtlichen Ereignisses ist nicht nur ein beliebtes Touristenziel, sondern auch Pilgerstätte der damaligen ostdeutschen Flüchtlinge und ihrer Verwandten.

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Das Paneuropäische Picknick gilt als wesentlicher Meilenstein der Vorgänge, die zum Ende der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung führten. Die vorübergehende Öffnung der Grenze zwischen Ungarn und Österreich nutzten fast 600 Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik für eine Flucht in den Westen. Das Ereignis markiert den Anfang vom Ende der Teilung Europas.

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat 2009, als sie in Ödenburg an den Feiern zum 20. Jahrestag des Paneuropäischen Picknicks teilnahm, zu Recht ausgeführt: „Die Bundesrepublik Deutschland und die Menschen in Deutschland werden nicht vergessen, welchen Beitrag Ungarn dafür geleistet hat, dass wir alle heute in Freiheit leben dürfen.“

Bereits am 27. Juni 1989 hatten wenige Kilometer entfernt der damalige österreichische Außenminister Alois Mock und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn symbolisch den der Grenze vorgelagerten Signalzaun durchtrennt, um den am 2. Mai 1989 begonnenen Abbau der Überwachungsanlagen durch Ungarn zu unterstreichen.

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Weiterführende Informationen zum Paneuropäischen Picknick finden Sie hier.

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