International
Eröffnung des Kinderhospizes des Carl-Wolff-Vereins in Hermannstadt /Sibiu
30. Mai 2016
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All diese Persönlichkeiten hatten sich für die Errichtung des Carl-Wolff-Kinderhospizes in Hermannstadt/Sibiu eingesetzt: Altbischof Prof. Dr. Christoph Klein, Bischof Reinhart Guib, Uwe Fabritius von der Bayerischen Rumänienhilfe und „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks, Ortrun Rhein, Leiterin der Carl-Wolff-Einrichtungen in Hermannstadt/Sibiu, Bürgermeisterin Astrid Fodor von Hermannstadt/Sibiu, Günter Weckerbacher, Verein „Helft uns Leben“ aus Rheinland-Pfalz, Dr. Klaus Jürgen Porr, Landesvorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), die deutsche Konsulin Judith Urban und Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat in Hermannstadt an der Eröffnung des Kinderhospizes des Carl-Wolff-Vereins teilgenommen. Im Sinne eines Drei-Generationen-Pflegekonzeptes aus Altenheim, Erwachsenenhospiz entstand nun auch ein Kinderhospiz des Trägervereins „Dr. Carl Wolff“.

Bundesbeauftragter Koschyk hatte bereits am Spatenstich im August letzten Jahres mitgewirkt. Die neue Einrichtung in Hermannstadt /Sibiu ist das erste Kinderhospiz in Rumänien und geht auf eine Initiative der Vorsitzenden des Carl-Wolff-Vereins, Frau Ortrun Rhein zurück, wofür Bundesbeauftragter Koschyk und die Bürgermeisterin von Hermannstadt/Sibiu, Astrid Fodor, ihr herzlich dankten.

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Das neue Carl-Wolff-Kinderhospiz in Hermannstadt/Sibiu

Im Carl-Wolff-Kinderhospiz wird ab jetzt eine profunde psychologische Betreuung angeboten, die den Umgang der Betroffenen mit der schrecklichen Situation erleichtert. Insbesondere soll es den Kindern ermöglicht werden, in den letzten Monaten ihres Lebens weiterhin Kind zu sein. Das Hospiz unterstützt auch die Eltern bei der schweren Arbeit und der großen Belastung, die eine Erkrankung des Kindes mit sich bringt und die sich oft nur schwer mit beruflichen Verpflichtungen in Einklang bringen lässt. Ebenso wird jungen Geschwistern des Erkrankten geholfen, die das Erlebte oft noch nicht verarbeiten können und die meist deutlich weniger Aufmerksamkeit von den Eltern erhalten als zuvor.

photodie kindgerechte Einrichtung des ersten Kinderhospizes in Rumänien beeindruckt (1024x1024)Die kindgerechte Einrichtung des ersten Kinderhospizes in Rumänien beeindruckt

Das Gebäude des Hospizes diente bis vor wenigen Jahren als Schule für Alten- und Heilerziehungspflege. Da der Schulbetrieb nicht aufrechterhalten werden konnte, musste ein neuer Verwendungszweck für das leerstehende Gebäude gefunden werden. Der Aufbau eines Kinderhospizes lag nahe, ermöglicht die Nähe zu einem Erwachsenenhospiz und zu einem Altenheim doch die Verwirklichung eines Drei-Generationen-Konzepts, wodurch Menschen jeden Alters eine angemessene Pflege zukommen kann. „Mit dem Kinderhospiz entsteht die dritte Säule des Carl-Wolff Vereins in Hermannstadt, die mit den bereits bestehenden Einrichtungen, dem Erwachsenenhospiz und dem Altenheim einen Ort der gelebten christlichen Nächstenliebe bildet. Zudem können zahl-reiche Einrichtungen des Geländes von allen drei Einrichtungen genutzt werden, was eine beträchtliche Menge an Geld spart, das stattdessen der Pflege zugutekommt (…) Wenn ein früher gefasster Plan nicht mehr realisierbar ist, ist es geboten, die Gelegenheit zu nutzen, um etwas noch besseres zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass dies im Fall der Umwandlung der Friedrich-Müller-Schule in ein Kinderhospiz gelungen ist. Mit knapp 180.000 Euro leistete das Bundesinnenministerium damals den größten Beitrag zur Einrichtung der Schule. Für die substanzielle Hilfe des Freistaats Bayern und des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche möchte ich mich herzlich bedanken, ohne deren tatkräftige Unterstützung das Projekt nicht hätte durchgeführt werden können.“, so Bundesbeauftragter Koschyk in seinem Grußwort.

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Die Vorsitzendes des Carl-Wolff Vereins Ortrun Rhein, Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien und der Pfarrer der orthodoxen Kirche, Mihai Samarghitan, bei der Segnung des neue Kinderhospizes 

Nach einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtpfarrkirche segnete Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien und der Pfarrer der orthodoxen Kirche, Mihai Samarghitan, das neue Kinderhospiz in Hermannstadt/Sibiu.

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Die Evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt/Sibiu

Bundesbeauftragter Koschyk, die Bürgermeisterin von Hermannstadt/Sibiu, Astrid Fodor, der Landesvorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), Dr. Jürgen Porr und die deutsche Konsulin Judith Urban dankten allen Beteiligten, die die Umwidmung der Schule in ein Kinderhospiz ermöglicht und unterstützt haben, allen voran den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Carl-Wolff Vereins und deren Vorsitzenden Ortrun Rhein. Ebenfalls unterstützte die Errichtung des Kinderhospizes der Bayerische Rundfunk, der im Advent letzten Jahres das Kinderhospiz-Projekt in seine Benefizaktion „Sternstunden“ aufnahm und somit einem großen Kreis von Fernsehzuschauern bekannt machte. An der Einweihung nahm als Vertreter von Sternstunden e.V., Uwe Fabritius, der Bruder des Präsidenten des Bundes der Vertriebenen Dr. Bernd Fabritius MdB, teil. Auch die im August 2001 in Bukarest gegründete Stiftung „Bavaria-Romania für soziale Assistenz“, die von der Diakonie Neuendettelsau, vom Freistaat Bayern und vom rumänischen Staat durch das Arbeitsministerium getragen wird und humanitäre Hilfe im sozialen und medizinischen Bereich in Rumänien leistet, unterstützte die Errichtung des Kinderhospizes. Die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm MdL, hatte die Gründung der Stiftung „Bavaria-Romania für soziale Assistenz“ nachhaltig unterstützt. Ebenfalls wurde die Errichtung des Kinderhospizes unterstützt durch den Verein „Helft uns Leben“, eine Initiative der Rhein-Zeitung, der sich für Not leidende Menschen, besonders Kinder, engagiert. Als Vertreter des Vereins „Helft uns Leben“ nahm Günter Weckbecker an der Einrichtungsfeier teil.

Zum Grußwort von Bundesbeauftragten Koschyk bei der Eröffnung des Kinderhospitzes in Hermannstadt gelangen Sie hier

Weiterführende Informationen zum Verein „Helft uns Leben“ finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zur Stiftung „Bavaria-Romania für soziale Assistenz“ finden Sie hier

Weiterführende Informationen zur Benefizaktion „Sternstunden“ des Bayerische Rundfunks finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zum Carl Wolff Verein finden Sie hier.

IMG_9610Blick über die Dächer von HermannstadtSibiu (1024x443)Blick über die Dächer von Hermannstadt/Sibiu

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