International
Koschyk begleitet „Mines Advisory Group“ (MAG)
8. Februar 2016
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Oberstleutnant Matthias Ehrhardt, Deutscher Militärattaché in der Demokratischen Republik Kongo, Hauptmann Kyungu Masimango von den kongolesischen Streitkräften, der in Kinshasa an der Logistikschule zum Munitionswart ausgebildet wurde, Hartmut Koschyk und Arnaud Beyaert  von der Nichtregierungsorganisation „Mines Advisory Group“ (MAG) in der Demokratischen Republik Kongo

Im Rahmen seiner Reservistendienstleistung im Militärattachéstab der Deutschen Botschaft in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo hat der Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk gemeinsam mit Oberstleutnant Matthias Ehrhardt, Deutscher Militärattaché in der Demokratischen Republik Kongo und Hauptmann Kyungu Masimango von den kongolesischen Streitkräften, der in Kinshasa an der Logistikschule zum Munitionswart ausgebildet wurde, die Nichtregierungsorganisation „Mines Advisory Group“ (MAG) bei ihrer Arbeit begleitet. Die neutrale und unabhängige humanitäre Nichtregierungsorganisation, räumt weltweit Waffen- und Munitionsrückstände nach bewaffneten Konflikten.

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Die Organisation räumt hauptsächlich Landminen, die gegen Personen oder Fahrzeuge gerichtet sind bzw. waren. Aber auch zurückgelassene explosive Munition oder nicht explodierte Sprengsätze werden von der Mines Advisory Group entfernt. Des Weiteren zählt auch die Entsorgung von Klein- und Leichtwaffen, wie Pistolen, Gewehren, Panzerabwehrwaffen oder Raketen- und Mörsersystemen mit einem Kaliber von unter 100 mm zu den Aufgabenbereichen der Mines Advisory Group. 1992 war die Nichtregierungsorganisation auch an der Gründung der „International Campaign to Ban Landmines“ beteiligt.

In der Demokratischen Republik Kongo sind nicht zuletzt durch die langwierigen bewaffneten Konflikte der letzten Jahre große Mengen an Kleinwaffen in Umlauf, die ein Sicherheitsproblem für die Bevölkerung darstellen und die Befriedung des Landes bedrohen.

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Koschyk begleitete Arnaud Beyaert von der „Mines Advisory Group“ (MAG), als 4 Tonnen Munition in einem Depot der kongolesischen Armee im Hafen von Goma abgeholt wurden. Anschließend wurde die Munition außerhalb von Goma gesprengt. Es handelte sich um Munition, die teilweise Jahre alt ist, teilweise von Milizen stammt und vernichtet werden musste, damit sie durch eine Explosion keinen Schaden anrichtet oder nicht in falsche Hände gerät. Diese Vernichtung von Munition wird von den USA unterstützt.

Besichtigung eines von Norwegen geförderten Munitionscontainers am Flughafen von Goma

Ebenfalls besichtigte Koschyk eine moderne von Norwegen gesponserte Waffenkammer am Flughafen von Goma, wo sich das MONUSCO-Hauptquartier befindet.

Die häufigste Ursache von ungewollten Explosionen ist die unsachgemäße Handhabung der Munition. Es fehlt zudem oftmals an fachkundiger Aufsicht und ausgebildetem Personal und manche Lagerstätten sind schlecht gebaut oder falsch konzipiert. Zum Teil sind die Lager auch ungenügend gegen Eindringlinge gesichert. Die Waffenkammer am Flughafen von Goma soll eine sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition gewährleisten, damit beides nicht in falsche Hände gerät.

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Deutschland unterstützt in der Demokratischen Republik Kongo die Errichtung von zwei Munitionsdepots der Streitkräfte, eins in Walungu/Bukavu im Osten des Landes und ein weiteres in Kitona im Westen der Demokratischen Republik Kongo.

Verteidigungsminister Aimé Ngoy Mukena hatte gemeinsam mit Botschafter Dr. Manig das von Deutschland finanzierte Munitionsdepot bei Bukavu (Südkivu) im Ostkongo eingeweiht. Gebaut wurde das Depot von der Nichtregierungsorganisation Mines Advisory Group (MAG), mit der das Auswärtige Amt in der Zusammenarbeit bereits in der Vergangenheit positive Erfahrungen gemacht hatte und die auf eine Expertise von mehr als 10 Jahren in diesem Sektor zurückgreifen können. Im Rahmen der Unterstützung für die Reform des Sicherheitssektors der Demokratischen Republik Kongo leistete Deutschland mit der Realisierung des Projektes einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des noch immer fragilen Ostens des Kongos. Eine professionelle und gewissenhafte Lagerung von Munition und Waffen ist essenziell, ansonsten drohen fatale Unfälle. So hatte beispielsweise ein Unfall im benachbarten Kongo-Brazzaville im Jahr 2012 für 280 Tote gesorgt.

Weiterführende Informationen auf der Internetseite der „Mines Advisory Group“ (MAG) finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zur „International Campaign to Ban Landmines“, die von der „Mines Advisory Group“ mitbegründet wurde finden Sie hier.

Einen Artikel zur Thematik auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in der Demokratischen Republik Kongo finden Sie hier.

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