International
Koschyk führt erfolgreiche Gespräche zu Minderheitenfragen in Kroatien und Serbien
12. September 2017
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Minderheiten Symposium der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutschen Gemeinschaft in Essegg/Osijek in Kroatien

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat erfolgreiche Gespräche in Kroatien und Serbien zu wichtigen Minderheitenfragen geführt. Insbesondere wurden wichtige Maßnahmen zur Stärkung einer länderübergreifenden Zusammenarbeit erörtert.

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Im Rahmen des Symposiums der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien „Zur Situation der deutschen Minderheit in der Mitte Europas“ in Essegg/Osijek, Kroatien, hat Bundesbeauftragter Koschyk intensive Gespräche mit den Vertretern der Deutschen Minderheit geführt.

Zum Redebeitrag von Bundesbeauftragten Koschyk anlässlich des Symposiums gelangen Sie hier.

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Gemeinsam mit dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten und dem Vorsitzenden des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gaida und dem Präsidenten der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN), Loránt Vincze

An dem Symposium haben neben dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten und dem Vorsitzenden des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gaida, u.a. teilgenommen:
– der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LDU), Otto Heinek, und die Leiterin der LDU-Geschäftsstelle, Dr. Hajnalka Gutai,
– der Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN), Loránt Vincze,
– die Leiterin des AGDM-Büros in Berlin und Geschäftsführerin der Deutschen Gemeinschaft – Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien, Renata Trischler,
– der Abgeordnete im Parlament der Republik Kroatien und Angehörige der deutschen Minderheit, Goran Beus Richembergh,
– der Jugendvorsitzende der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Slowenien, Christian Lautischer,
– der Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Benjamin Józsa,
sowie aus Serbien der Vorsitzende des Vereins „St. Gerhard“, Anton Beck, und der Vorsitzende des Nationalrats der deutschen Minderheit, Laslo Gence Mandler

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Mit ihnen konnte Bundesbeauftragter Koschyk aktuelle Anliegen der Minderheitenarbeit, insbesondere die gemeinsamen Bemühungen für die Minority SafePack Initiative (MSPI) besprechen. Für die Bürgerinitiative, die eine Stärkung der Minderheitenrechte in der Europäischen Union zum Ziel hat, werden bis März 2018 eine Million Unterschriften benötigt. Diese zu Erreichen ist gemeinsames Ziel der Minderheitenvertreter.

Die Unterschriften können online abgegeben werden: http://www.minority-safepack.eu

Neben dem Leiter des KAS-Auslandsbüros Kroatien, Dr. Michael A. Lange, der auch für Slowenien zuständig ist, haben auch der Leiter des Auslandsbüros Rumänien und Moldau, Dr. Martin Sieg, der Leiter des Auslandsbüros Ungarns, Frank Spengler und der Leiter des Auslandsbüros Serbiens und Montenegros, Norbert Beckmann-Dierkes, am Symposium in Essegg/Osijek, Kroatien, teilgenommen. Dies wertete Bundesbeauftragter Koschyk als besonderes Zeichen einer wertvollen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

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Festakt im Kroatischen Nationaltheater in Essegg/Osijek aus Anlass des KAS-Symposiums zur Minderheiten-Politik: Michael Lange KAS-Kroatien, der Deutsche Botschafter Thomas Schultze, der ehem. Außenminister Kroatiens Davor Stier und der Vorsitzende des Kroatischen Minderheitenrates Alexander Tolnauer

Mit Blick auf eine verstärkte Zusammenarbeit für die Belange der deutschen Minderheiten in Kroatien, Serbien und Slowenien haben alle Beteiligten ihre Unterstützung zugesagt. Auch mit dem Deutschen Botschafter in Kroatien, Thomas E. Schultze, und dem ehemaligen kroatischen Außenminister, Davor Ivo Stier, konnte Koschyk sich über die Unterstützung der deutschen Minderheit in Kroatien austauschen.

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Beide Persönlichkeiten, sowie der Vorsitzende des Rates für nationale Minderheiten in Kroatien Aleksandar Tolnauer, hatten an dem Festakt im Rahmen des Symposiums im dortigen Nationaltheater in Essegg/Osijek teilgenommen.

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Gespräche in der Stadt Sombor in der Vojvodina/Serbien über die Lage der deutschen Minderheit mit Bürgermeisterin Dusanka Golubovic

Bei seinem Besuch in Serbien hatte Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem Deutschen Botschafter Axel Dittmann zunächst Gelegenheit für einen intensiven Meinungs- und Informationsaustausch mit der Bürgermeisterin der Stadt Sombor, Frau Dušanka Golubović, im Rathaus von Sombor.

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Bei diesem Gespräch, an dem auch die Vertreter der deutschen Minderheit in Serbien, Herr Laslo Gence Mandler und Herr Anton Beck teilnahmen, wurden Bundesbeauftragtem Koschyk und Botschafter Dittmann aktuelle Vorhaben vorgestellt.

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Rathaus von Sombor

Insbesondere plant man in Sombor ein ehemaliges Palais mit einem historischen Bezug zur deutschen Minderheit zu einem Museum für die Geschichte und Kultur der deutschen Minderheit in der Wojwodina sowie zu einem deutschem Kulturzentrum auszubauen. Außerdem gibt es seitens der Stadt Sombor konkrete Bemühungen für einen bilingualen Kindergarten, eine bilinguale Grundschule und eine bilinguale weiterführende Schule.

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Gemeinsam mit dem Deutschen Botschafter Axel Dittmann besuchte Bundesbeauftragter Koschyk das St. Gerhard-Haus in Sombor

In Sombor traf Koschyk gemeinsam mit Botschafter Dittmann im Begegnunszentrum des St. Gerhard Vereins mit den Vertretern aller deutscher Vereine in Serbien zusammen, dabei stellten Bundesbeauftragter Koschyk und Botschafter Dittmann die Fördergrundsätze der Bundesregierung zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Serbien vor.

So wurde auch die Perspektive zur Gründung eines Dachverbandes, den es in Serbien noch nicht gibt, besprochen. In einem ersten Schritt soll es ein gemeinsames Gespräch aller deutschen Vereine mit dem Nationalrat der deutschen Minderheit geben der das gewählte Sprachrohr der deutschen Minderheit gegenüber den zuständigen staatlichen Stellen ist aber nicht die Funktion eines Dachverbandes ausübt, so Vorsitzender Mandler. Dabei werde auch die Stärkung der Zusammenarbeit der einzelnen Vereine mit der Perspektive einer Gründung eines Dachverbandes erörtert. Neben dem Nationalrat der deutschen Minderheit gibt es noch eine Reihe weiterer Vereine in Serbien, dessen Vertreter bei der Begegnung in Sombor zugegen waren.

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Der größte Zusammenschluss der deutschen Minderheit in Serbien ist der Verein „St. Gerhard“ in Sombor, der von Anton Beck geführt wird. Bundesbeauftragter Koschyk zeigte sich sehr beeindruckt von der vielfältigen und professionellen Arbeit des St. Gerhard Vereins, die auch durch einen sehr gelungenen Internetauftritt zum Ausdruck kommt.

Zum Internetauftritt gelangen Sie hier. 

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Im Gespräch mit dem Bürgermeister von Temerin, Đuro Žiga, und dem Gemeindevorsteher von Bački Jarak, Goran Jovičić, betonten beide die Bedeutung der Gedenkstätte in Bački Jarak (deutsch: Jarek) für die gesamte Bevölkerung der Region. Das Denkmal sei ein sichtbares Zeichen der Bevölkerung, den Opfern des Internierungslagers Jarek zu gedenken. In dem Denkmal sieht die örtliche Bevölkerung eine Möglichkeit den überwiegend donauschwäbischen Opfern zu gedenken.

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Die entsprechende Initiative zur Errichtung des Denkmals durch die Landsmannschaft der Donauschwaben, den Bundesbeauftragten Koschyk, Bundeskanzlerin Merkel und die Unterstützung des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, sei auf eine positive Resonanz der zuständigen Kommunalpolitiker und der örtlichen Bevölkerung gestoßen. Man habe es „als eine moralische Pflicht“ angesehen, den im Internierungslager Bački Jarak (deutsch: Jarek) gemarterten und ermordeten unschuldigen Opfern mit der jetzt errichteten Gedenkstätte Ehre und Respekt zu erweisen, so Bürgermeister Žiga und Gemeindevorsteher Jovičić.

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Gemeinsam mit Bürgermeister Đuro Žiga und Gemeindevorsteher Goran Jovičić, dem Kulturreferenten der Gemeinde Dejan Bradas, den Vertretern der deutschen Minderheit Laslo Gence Mandler und Anton Beck sowie dem politischen Referenten der Deutschen Botschaft Matthias Schikorski, legte Bundesbeauftragter Koschyk einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Internierungslagers an dem Gedenkkreuz nieder.

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Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem serbischen Sozialminister Zoran Đorđević

Auf Einladung von Botschafter Dittmann führte Koschyk gemeinsam mit den Vertretern der deutschen Minderheit in der deutschen Residenz auch ein Gespräch mit wichtigen serbischen Regierungsvertretern und Parlamentsabgeordneten. Besonders wichtig war dabei die Begegnung mit Sozialminister Đorđević, der auch für die Anliegen der Romaminderheit und die Pflege deutscher Kriegsgräber zuständig ist.

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Mit stv. Botschafter Alexander Jung und Polit. Referenten Matthias Schikorski traf Bundesbeauftragter Koschyk die wichtigen Vertretern der Zivilgesellschaft Jelena Volić-Hellbusch, Sonja Biserko und Milan Antonijević

Neben Regierungs- und Parlamentsvertretern ist Koschyk in Belgrad auch mit wichtigen Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen, welche die intensive Aufarbeitung der vielfältigen geschichtlichen Belastungen in Serbien und in den Nachbarregionen gerade im Annäherungsprozess an die Europäische Union anmahnten. Um danach im Rahmen des Entstehens eine stabile Zivilgesellschaft mit Respekt und Achtung der ethnischen und religiösen Vielfalt zu gewährleisten.

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Über die Lage der Jüdischen Gemeinden in Serbien berichtet der Vorsitzende deren Vereinigung Robert Sabadoš, der die gute Zusammenarbeit mit der deutschen Minderheit betont

Der Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Gemeinden in Serbien, Robert Sabadoš, dankte Koschyk für die vielfältige Unterstützung durch die Deutsche Botschaft für die gute Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinden mit den Vereinen der deutschen Minderheit sowohl vor Ort aber auch auf Landesebene hervor.

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Der Generalvikar der Katholischen Diözese Belgrad Aleksander Kovačević beleuchtet die Rolle der Kirche im interethnischen und interreligiösen Dialogprozess in Serbien

Zum Abschluss seines Besuches traf Koschyk mit dem Generalvikar der Römisch-Katholischen Diözese Zagreb, Aleksander Kovačević, zusammen und erörterte die Rolle der katholischen Kirche im interethnischen und interreligiösen Dialog des Landes. Koschyk dankte dabei für die von der katholischen Kirche gewährte deutschsprachige Seelsorge für die überwiegend katholischen Angehörigen der deutschen Minderheit.

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Im Rathaus von Sombor konnte Bundesbeauftragter Koschyk das eindrucksvolle Monumentalgemälde des donauschwäbischen Malers Franz Eisenhut „Schlacht bei Senta“ bewundern, in dem der Künstler neben Prinz Eugen auch sich selbst dargestellt hat

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