International
Koschyk trifft Kontaktperson für den Weltverband der Gehörlosen in Pjöngjang, Herrn Robert Remarque Grund
22. Dezember 2015
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Als Dank für den Besuch der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages im Gehörlosenzentrum in Pjöngjang und für die Unterstützung des Vorsitzenden Koschyk überreichte Robert Remarque Grund ihm den „Schwibbogen der Wiedervereinigung“, der von gehörlosen Jugendlichen in der ersten Gehörlosenwerkstatt in Pjöngjang angefertigt wurde

Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Hartmut Koschyk MdB, ist in Berlin mit dem Projektleiter des Vereins „ZUSAMMEN – Bildungszentrum für gehörlose, blinde und nichtbehinderte Kinder Hamhung e.V.“, Robert R. Grund, zusammengetroffen.

Robert R. Grund ist von Geburt an gehörlos und engagiert sich seit 2003 für und mit behinderten Kindern und Jugendlichen in Nordkorea. Von 2008 bis März 2014 war er Gründungsvorsitzender der Hilfsorganisation „ZUSAMMEN – Bildungszentrum für gehörlose, blinde und nichtbehinderte Kinder Hamhung e.V.“ und seit 2012 zugleich als Kontaktperson für den Weltverband der Gehörlosen in Pjöngjang beauftragt, eine Zusammenarbeit mit der Koreanischen Vereinigung für den Schutz der Behinderten (KFPD) zu erreichen. Herr Grund war seit 2004 regelmäßig zu Besuch in Pjöngjang und „ZUSAMMEN – Bildungszentrum für gehörlose, blinde und nichtbehinderte Kinder Hamhung e.V.“ hat für die Gehörlosen in Nordkorea Pionierarbeit geleistet. Seit April 2013 lebt und arbeitet er als Vertretungsperson des Weltverbandes der Gehörlosen direkt in Pjöngjang. Der Verein organisiert u.a. Berufs- und Fortbildungsmaßnahmen für gehörlose Kinder und Jugendliche in Nordkorea.

Die Delegation der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe mit gehörlosen und nicht gehörlosen Kindern bei ihrem Besuch des von Robert Grund gegründeten Kindergartenprojekts. (Foto copyright Frank Zauritz / Mehr Fotos unter Archiv Zauritz im Picturemax)

Im Oktober dieses Jahres besuchte Koschyk mit einer Delegation der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages im Rahmen ihres Besuches in der Demokratischen Volksrepublik Korea auch das Projekt von Robert Grund eines Kindergartens, an dem gehörlose und nichtbehinderte Kinder betreut werden. Robert Grund nahm in Pjöngjang gemeinsam mit der Delegation der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe auch an der Dialogveranstaltung mit deutschen Politischen Stiftungen und deutschen Mittlerorganisationen teil.

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Als Dank für den Besuch der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages im Gehörlosenzentrum in Pjöngjang und für die Unterstützung des Vorsitzenden Koschyk überreichte Robert Remarque Grund ihm den „Schwibbogen der Wiedervereinigung“, der von gehörlosen Jugendlichen in der ersten Gehörlosenwerkstatt in Pjöngjang angefertigt wurde, die Koschyk besucht hatte.

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Der Schwibbogen ist dem Denkmal für die Wiedervereinigung nachempfunden. Dieses wurde 2001 in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im Stadtbezirk Rakrang-guyŏk errichtet. Es bildet ein Tor über die Pjöngjang-Kaesŏng-Schnellstraße, die von Pjöngjang nach Kaesŏng und weiter bis nach Panmunjom zur Demilitarisierten Zone führt. Das Denkmal besitzt eine Gesamthöhe von 30 Metern und eine Breite von 61,50 Metern und stellt zwei 25 Meter hohe identische steinerne Koreanerinnen dar, die sich in traditionell-koreanischer Tracht gegenüberstehen und gemeinsam eine Tafel mit der Karte des vereinigten Koreas emporhalten. Umrahmt wird die Tafel von zwei Sommer-Magnolien, der Nationalblume Nordkoreas.

Die Holzwerkstatt ist auf Initiative von Herrn Grund zusammen mit gehörlosen Jugendlichen entstanden, die auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ beruht. Die Holzwerkstatt der Gehörlosen leistet einen wichtigen Beitrag nicht nur zur Möglichkeit für Gehörlose, die als Tischler arbeiten, sondern auch zur sozialen Kommunikation mittels der Gebärdensprache innerhalb der Holzwerkstatt. In der Holzwerkstatt werden Türen, Stühle und einige Einrichtungen aus Holz von Gehörlosen für den Gehörlosenkindergarten und das Gehörlosenzentrum in Pjöngjang angefertigt. Herr Grund versichert, dass benötigte Einrichtungen aus Holz für mögliche weitere Gehörlosenkindergärten in den Provinzen im nächsten Jahr auch von dieser Holzwerkstatt angefertigt werden können. Daher soll diese Holzwerkstatt im nächsten Jahr expandieren und möglichst neue gehörlose Tischler ausgebildet und dort eingestellt werden.

Herr Grund berichtete Vorsitzenden Koschyk mit Freude, dass das Gehörlosenzentrum und der Gehörlosenkindergarten bald fertig eingerichtet werden. Er ist überzeugt, dass die Einrichtung des Gehörlosenzentrums den Prozess zur Einrichtung eines Gebärdensprachdolmetschers im staatlichen Fernsehen während der Nachrichten beschleunigt würde. Außerdem drückte er auch seine Hoffnung gegenüber Herrn Koschyk zum intensiven Austausch bei Behindertenthemen zwischen Deutschland und der Demokratischen Volksrepublik Korea aus.

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