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Nordkoreakrise / Koschyk: „China plant langfristig und ist sehr an einer diplomatischen Lösung interessiert“
10. August 2017
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Unter der Titel „Eskalation der Krise – So abhängig ist Nordkorea von China“ berichtet die Online-Ausgabe der WirtschatsWoche über den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel. Die Journalistin Nora Jakob befragte hierzu auch den Vorsitzenden der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Bundesbeauftragten Hartmut Koschyk MdB.

90 Prozent des nordkoreanischen Handels läuft über China. Es ist ein gewaltiges Druckmittel, das der chinesische Premier Li Keqiang in der Hand hält. Bleibt die Frage, wie es China nutzen wird. Am Wochenende hat der UN-Sicherheitsrat die wegen des Raketen- und Atomprogramms seit 2006 bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea erneut verschärft. So wurde unter anderem die Ausfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch verboten. Die Exporteinnahmen werden durch diese Maßnahmen um ein Drittel gekappt. „Es ist ein großer Erfolg, dass neben China auch Russland für die verschärften Sanktionen gegen Nordkorea gestimmt hat“, so Koschyk. Diese werden das Land empfindlich treffen. „Künftig werden dem Land Exporterlöse im Wert von einer Milliarde Euro fehlen.“

„China plant langfristig und ist sehr an einer diplomatischen Lösung interessiert, die aber auch die eigenen Interessen berücksichtigt. Auch die USA werden ihren Beitrag leisten müssen“, gibt Koschyk zu Bedenken. So sieht die UN-Resolution auch vor, dass die 2009 gestoppten Sechs-Parteien-Gespräche zwischen Nordkorea sowie Südkorea, China, Russland, Japan und den Vereinigten Staaten zur Lösung des Konflikts wiederaufgenommen werden sollten. Denn ein Angriff auf Nordkorea oder durch das Regime hätte unkalkulierbare Folgen für das machtpolitische Gleichgewicht in Ostasien.

Den vollständigen Artikel auf der Internetseite der WirtschaftWoche finden Sie hier.

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