Für Deutschland
Bundesbeauftragter Koschyk gratuliert dem Historiker und Gründungsdirektor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Prof. Dr. Manfred Kittel, zur Verleihung des renommierten Menschenrechtspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft
22. Mai 2015
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Prof. Dr. Manfred Kittel, Historiker und Gründungsdirektor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, wird heute mit dem renommierten Menschenrechtspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet.

Hierzu gratuliert ihm der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, mit nachfolgenden Worden:

„Durch die Verleihung dieses Preises treten Sie in einen eindrucksvollen Kreis ehrwürdiger bisheriger Preisträger wie Emily Schindler, Alfred de Zayas und David Vondráček. Ein wesentliches Charakteristikum dieser Auszeichnung ist, dass sie nicht in einem strikten jährlichen oder zweijährigen Turnus verliehen wird, sondern nur dann, wenn es einen angemessenen Anlass gibt.

Und solch einen Anlass gibt es heute. Durch die terminliche Verbindung mit dem 66. Sudetendeutschen Tag an diesem Wochenende und dadurch mit dem diesjährigen Motto ‚Menschenrechte ohne Grenzen‘ hat diese Auszeichnung noch einmal eine besondere Hervorhebung erfahren.

Der Menschenrechtspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft wurde an Sie explizit wegen Ihrer ‚Verdienste um die wissenschaftliche Aufarbeitung der menschenrechtswidrigen Vertreibungen in Europa‘ verliehen. Sie haben sich bereits sehr früh in Ihrer politischen und vor allem wissenschaftlichen Laufbahn verschiedenen Aspekten der jüngeren deutschen Geschichte gewidmet. Die universale Gültigkeit von Menschenrechten war und ist für Sie hierbei Leitbild und Verpflichtung zugleich.

Dabei haben Sie auch schmerzlich erfahren müssen, dass gerade der Bezug auf die von Gott verliehenen und deshalb unveräußerlichen Menschenrechte zum Teil heftigste Abwehrreaktionen auslösen kann. Sie haben sich immer mutig dieser Auseinandersetzung gestellt und dabei keine Bereiche ausgespart. So haben Sie mit Ihrem bemerkenswerten und wirkungsmächtigen Buch ‚Vertreibung der Vertriebenen‘ auf die Verdrängung des Schicksals der deutschen Heimatvertriebenen in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland hingewiesen.

Ihre Leistungen als Gründungsdirektor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung werden ganz gewiss Bestand haben und von einer späteren, unvoreingenommenen Generation von Historikern eine angemessene Würdigung erfahren.“

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