Für Deutschland
Koschyk gedenkt des Deportations-Schicksals der Deutschen aus Südosteuropa / Gedenkfeier im Haus der Begegnung in Ulm und Reise nach Ungarn
16. Januar 2015
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Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, wird am 17. Januar an der zentralen Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen aus Südosteuropa teilnehmen, die im Haus der Begegnung in Ulm stattfinden wird. Nachdem die Rote Armee im Herbst 1944 nach Westen vorgerückt war, begann im Januar 1945 die Deportation von zivilen Personen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. 120.000 Deutsche waren davon betroffen; ein Viertel von Ihnen sollte nicht aus den Lagern zurückkehren.

In Ulm werden im Anschluss an eine szenische Lesung zu den zumeist menschenunwürdigen Bedingungen der Deportation in drei Podiumsgesprächen Zeitzeugen zu Wort kommen. Die Gedenkveranstaltung wird von Haus der Begegnung Ulm gemeinsam mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum, dem Institut für deutsche Kultur- und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und sechs Landsmannschaften der Vertriebenen durchgeführt.

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Unmittelbar im Anschluss reist Bundesbeauftragter Koschyk nach Ungarn, um dort als Vertreter der Bundesregierung an einem Gottesdienst zu Ehren der aus Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen teilzunehmen sowie an der zentralen Gedenkfeier der ungarischen Regierung und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen zu sprechen. Für die ungarische Regierung wird der Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, eine Ansprache halten.

Am darauffolgenden Tag wird sich Koschyk über ein von der deutschen Botschaft unterstütztes Projekt zur Digitalisierung wertvoller Museumsexponate des ungarndeutschen Kulturerbes informieren und auf einem von der Konrad-Adenauer-Stiftung Budapest organisierten Symposium einen Grundsatzvortrag zur Zukunft der Ungarndeutschen halten. Auf dem Programm stehen auch politische Gespräche mit Minister Balog, dem Vizepräsidenten der Ungarischen Nationalversammlung und Generaldirektor der Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn Dr. Gergely Gulyás, der stellvertretenden Ombudsfrau für die Rechte der Nationalitäten in Ungarn Dr. Erzsébet Szalayné Sándor, dem Fürsprecher der Ungarndeutschen in der Ungarischen Nationalversammlung Emmerich Ritter sowie dem Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Otto Heinek.

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