Für Deutschland
Staatssekretär Hartmut Koschyk stellt das Sonderpostwertzeichen „Jüdischer Hochzeitsring Erfurt“ vor
11. Februar 2010
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Der jüdische Hochzeitsring aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts ist eines der seltenen materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens aus dem Mittelalter. Das Meisterwerk der Goldschmiedekunst ist Motiv einer Sonderbriefmarke, die vom Bundesministerium der Finanzen im Februar 2010 herausgegeben wird. Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk, stellt die Briefmarke am 11. Februar 2010 im Festsaal des Erfurter Rathauses der Öffentlichkeit vor.

MB-HZRing

Ein Album mit Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens überreicht der Parrlamentarische Staatssekretär u.a. an den Oberbürgermeister der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt, Andreas Bausewein (in Vertretung: Tamara Thierbach), an den Präsidenten des Thüringischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, PD Dr. habil. Sven Ostritz, an den Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Wolfgang Nossen, sowie an das Stadtmuseum (als Vertreter: Direktor Hardy Eidam).

Briefmarke

Der jüdische Hochzeitsring ist Bestandteil eines großen Silber- und Goldschatzes, der im Jahr 1998 bei Grabungen im jüdischen Viertel Erfurts unter dem Eingang eines romanischen Kellers entdeckt wurde. Er setzt sich aus 3141 silbernen Münzen, 14 Silberbarren, silbernen Gefäßen und rund 700 Schmuckstücken, Gürteln, Gewandbesatz und anderen wertvollen Objekten zusammen.

Briefmarke 3

Der Ring aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts – einer von nur drei erhaltenen Ringen dieser Art aus dem Mittelalter – ist das bedeutendste Stück des Schatzes. Er ist 4,7 cm hoch, besteht aus hochkarätigem Gold und setzt sich aus zahlreichen Einzelteilen zusammen. Die breite Ringschiene endet unten in zwei zusammengelegten Händen, einem schon in der Antike gebräuchlichen Hochzeitssymbol. Die Arme sind mit Ärmeln bekleidet, die mit kleinen Knöpfen geschlossen sind. Diese Knopfleisten gehen nach oben fortlaufend in den Rückenkamm von zwei geflügelten Drachen über, die ein Gebäude tragen. Dieses ist mit gotischen Architekturelementen aufwändig verziert. In die glatten Dachflächen des Gebäudes ist in hebräischen Buchstaben „Masel Tov“ („viel Glück“) eingraviert. Dies ist der traditionelle Wunsch zur Hochzeit. Innerhalb des Gebäudes befindet sich eine kleine goldene Kugel, die bei Bewegung des Ringes einen zarten Klang erzeugt.

MdB Koschyk gemeinsam mit dem Vorstzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen (Erfurt) Wolfgang M. Nossen

Briefmarke 2

Die Sonderbriefmarke wurde von der Grafikerin Corinna Rogger aus Biberach entworfen. Die Marke hat einen Wert von 90 Cent und ist vom 11. Februar 2010 an in den Filialen der Deutschen Post erhältlich.

Briefmarke 4

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