Für die Region
Erster öffentlicher Auftritt beim CSU-Neujahrsempfang am Dreikönigstag in Bayreuth
7. Januar 2009
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Herzlicher Empfang trotz Demonstranten

Zusammen mit den Demonstranten vom Fränkischen Bund schwenkten der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, der Bayreuther CSU-Kreisvorsitzende Harald Rehm und Monika Hohlmeier (von links) die Frankenfähnchen.

Bayreuth – Ihren ersten öffentlichen Auftritt als designierte Spitzenkandidatin der oberfränkischen CSU für die Europawahl hatte Strauß-Tochter Monika Hohlmeier am Dreikönigstag beim Neujahrsempfang der CSU-Stadtratsfraktion in Bayreuth. Während die ehemalige Staatsministerin im König-Ludwig-Saal des Restaurants Sudpfanne von rund 250 Gästen begeistert gefeiert wurde, hatte sich vor dem Saal ein kleines Häuflein von Demonstranten gegen Hohlmeier eingefunden. Mit fränkischen Fahnen und einem Transparent mit der Aufschrift „Hohlmeier, lass deine Koffer in München“ protestierte die rund 25 Personen starke Gruppe gegen die Kandidatur der oberbayerischen Politikerin. Unbeirrt davon ging Hohlmeier beim Eintreffen auf ihre Gegner zu, suchte das Gespräch und hielt am Ende ebenfalls symbolisch das Frankenfähnchen hoch.
In ihren Reden verteidigten sämtliche Sprecher die Kandidatur Hohlmeiers. „Wir wollen sicherstellen, dass Oberfranken in Brüssel vertreten ist“, sagte der parlamentarische CSU-Landesgruppengeschäftsführer und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. Monika Hohlmeier habe die besten Chancen auf einen aussichtsreichen Platz und sei in der Lage das schwierige Brüsseler Terrain hervorragend zu meistern.

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Zusammen mit den Demonstranten vom Fränkischen Bund schwenkten der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, der Bayreuther CSU-Kreisvorsitzende Harald Rehm und Monika Hohlmeier (von links) die Frankenfähnchen.

Bayreuths Oberbürgermeister Michael Hohl nannte es eine gesunde und gelebte Demokratie, wenn die Personalie Monika Hohlmeier in den Kreis- und Ortsverbänden leidenschaftlich diskutiert werde. Den Wahlkampf zu verweigern sei allerdings ein Kardinalfehler, der zwangsläufig zu einem schlechten Ergebnis und damit zu einer fehlenden Repräsentanz in Brüssel führen werde. Lebhafte Diskussionen sprechen für die Größe einer Volkspartei, so der Bayreuther Fraktionschef Oliver Junk. Die Demonstration gegen Hohlmeier bezeichnete er als „groben Unfug“.

Oberfranken benötige eine durchsetzungsfähige Stimme im EU-Parlament, sagte Hohlmeier selbstbewusst in ihrer Bayreuther Antrittsrede. Ihre Kandidatur sei bei weitem kein Postenverschieben, sondern grundlegend und langfristig angelegt. „Ich möchte auch in fünf Jahren wieder hier stehen“, kündigte sie bereits ihre Folgekandidatur an. Im Gegensatz zu dem, was öffentlich kolportiert worden sei, habe die oberfränkische CSU-Führungsspitze lange und intensiv über ihre Kandidatur diskutiert. Ihr selbst gehe es nicht um einen neuen Job in der Politik sondern um die Verantwortung für die CSU: „Ich habe kein Versorgungsproblem“, sagte Hohlmeier und beschrieb sich als „gestandene Frau“, die genügend Angebote aus der freien Wirtschaft habe und als erste Nachrückerin ohnehin nur auf einen freien Landtagssitz warten müsste.
Als Ziel der CSU für die Europawahl gab sie acht bis neun Mandate aus und kündigte an, gemeinsam mit dem landesweiten Europa-Spitzenkandidaten Markus Ferber als auch mit dem früheren Ministerpräsidenten Günther Beckstein auf Wahlkampftour durch Oberfranken zu gehen. Für Beckstein hatte Hohlmeier sogar ein ganz besonderes Lob übrig: Er sei derjenige, der am meisten für die Sicherheit Deutschlands und Europas getan habe und der dafür heute am wenigsten Dank einfahre.

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