Für die Region
Signal an Investoren: Fördergelder für Rosenthal stehen bereit
19. Januar 2009
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Inbegriff der Porzellanmanufaktur in Oberfranken

v.l.: Franc Dierl, Hartmut Koschyk, Monika Hohlmeier, Manfred Porsch, Hans Schmid und Markus Seitz

Speichersdorf – Für den unter vorläufiger Insolvenzverwaltung stehenden Porzellanhersteller Rosenthal sollen sowohl staatliche Fördergelder als auch Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung bereitgestellt werden, um Arbeitsplätze, Produktion und Standorte zu retten. Damit soll ein Signal in Richtung potentieller Investoren ausgesandt werden, sagte der parlamentarische CSU-Landesgruppengeschäftsführer und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk am Freitag nach einem Besuch des Werkes Thomas am Kulm in Speichersdorf (Landkreis Bayreuth).

Entsprechende Kontakte zum bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer als auch zu Bundeswirtschaftsminister Michael Glos seien bereits geknüpft, um sämtliche bewährten Förderprogramme auszuschöpfen, als auch das Konjunkturpaket in Anspruch nehmen zu können. Koschyk nannte Rosenthal den klassischen Fall für die Rettung eines Unternehmens, das unverschuldet in Not geraten sei, weil der irische Mutterkonzern aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Schieflage geraten war. „Hier muss der Bürgschaftsrahmen des Bundes greifen“, sagte Koschyk und kündigte an, dass das Geld nach dem Passieren aller parlamentarischen Hürden bereits im Februar zur Verfügung stehen soll. Koschyk gab aber auch zu bedenken, dass es absolute Bedingung für eine Inanspruchnahme des Bürgschaftsrahmens sei, dass sowohl der Standort als auch alle Arbeitsplätze erhalten werden. „Das Werk Thomas am Kulm kann es mit jedem Produktionsstandort der Welt aufnehmen“, sagte Koschyk.

Von einem hochmodernen und innovativen Standort, der jederzeit auch in der Lage sei, neue Produktionslinien zu erschließen, sprach auch die designierte oberfränkische CSU-Eurokandidatin Monika Hohlmeier. Sie hatte genauso wie der Bayreuther Landtagsabgeordnete Walter Nadler zuvor ebenfalls an dem nichtöffentlichen Gespräch mit Werksleitung und Betriebsrat teilgenommen. Hohlmeier zufolge biete das Speichersdorfer Werk optimale Bedingungen für jeden Investor und brauche sich in keiner Hinsicht vor asiatischen Produktionsstandorten zu verstecken. „Die Rosenthal AG ist für den internationalen Wettbewerb bestens aufgestellt, wir hoffen auf ein tragfähiges Konzept“, so Hohlmeier.

Nach den Worten von Speichersdorfs Erstem Bürgermeister Manfred Porsch ist in den allermeisten Familien der Gemeinde mindestens ein Familienmitglied bei der Rosenthal AG beschäftigt. „Wir haben in Speichersdorf keinerlei Alternativen“, sagte das Gemeindeoberhaupt. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht gelinge, das Werk und alle Arbeitsplätze zu erhalten“, zeigte sich Porsch optimistisch. Das Werk Thomas am Kulm sei absolut leistungsfähig, die Mitarbeiter seien hoch motiviert. Insgesamt beschäftigt die Rosenthal AG in Speichersdorf rund 480 Mitarbeiter, 380 davon in der Produktion, weitere 100 in einem Zentrallager.

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v.l.: CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Seitz , CSU-Ortsvorsitzender Franc Dierl, Hartmut Koschyk MdB, Monika Hohlmeier, dritter Bürgermeister Hans Schmid, Bürgermeister Manfred Porsch und Walter Nadler MdL

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MdB Hartmut Koschyk gemeinsam mit der oberfränkischen CSU-Kandidatin für die Europawahl, Monika Hohlmeier.

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