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275-jähriges Jubiläum Pfarr- und Wallfahrtskirche Gößweinstein
7. Oktober 2014
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Gleich zwei gute Gründe zu feiern gab es in der Basilika Gößweinstein. Zum einen den „Tag der Deutschen Einheit“, zum anderen die 275. Wiederkehr der Weihe der Pfarr- und Wallfahrtskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Auf Initiative des örtlichen Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk sowie des Pirnaer Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig gastierte vor rund 500 Besuchern der Trompeten-Virtuose Ludwig Güttler (71) aus Dresden mit seinen „Virtuosi Saxoniae“ mit „Barocker Festmusik“. Veranstalter waren das „Kuratorium zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land“ und die Marktgemeinde Gößweinstein.

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Das Bild zeigt von links: Pater Flavian Michali, Toni Eckert (Kulturreferent beim Landratsamt Forchheim), Ludwig Güttler, Landrat Dr. Hermann Ulm, Äbtissin Mechthild Thürmer, Klaus Brähmig, Hartmut Koschyk

Unter den Zuhörern waren nicht nur Pater Flavian J. Michali vom Franziskaner-Kloster Gößweinstein und Schwester Mechthild Thürmer, Äbtissin des Benediktinerinnen-Klosters „Maria Frieden“ (Kirschletten), sondern auch die Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk und Klaus Brähmig.

Sie durften nicht nur berühmte Komponisten wie Georg Philipp Telemann (1681-1767) mit seiner „Tafelmusik“ hören, sondern auch weithin vergessene Tonsetzer wie Theodor Schwartzkopff (1659-1732) mit einer Ouvertüren-Suite, die er für die Hofkapelle des Herzogs von Württemberg in Stuttgart und Ludwigsburg verfasst hatte. Mit Leopold Mozarts „Sinfonia da camera“ (Kammersinfonie) und einer Sinfonia des Italieners Guiseppe Tartini (1692-1770) zeigte sich die europäische Dimension barocker Musik, nicht zuletzt die Antonio Vivaldis (Venedig) oder Jean-Baptiste Lullys (Versailles). Höhepunkte des außergewöhnlichen Konzerterlebnisses waren ein Doppelkonzert für Oboe und Violine, sowie das Zweite Brandenburgische Konzert, beides aus der Feder Johann Sebastian Bachs.

Dass dieser seine Konzertserie als „Six concerts avec plusieurs instruments“ (Sechs Konzerte für mehrere Instrumente) bezeichnet hat, zeigen Roland Straumer, Johanna Mittag, Heinz-Dieter Richter (alle Violine), Michael Schöne (Viola), Eckart Haupt (Querflöte) und Andreas Lorenz (Oboe), die dem Basso continuo aus Friedrich Kircheis (Cembalo), Tom Höhnerbach (Violoncello) und Bernd Haubold (Kontrabass) Paroli bieten. Ludwig Güttler nutzte den Abend nicht nur zu einem virtuosen Ausflug auf der Trompete, sondern auch zu wohlklingenden Eskapaden auf dem „Corno da caccia“ (Jagd- bzw. Waldhorn), einem von ihm selbst rekonstruierten historischen Instrument. Beim Verlassen der Basilika scheint noch immer Ludwig Güttlers strahlender Ton in der Luft zu liegen – vielleicht hat er aber auch im Innersten einen Nachklang ausgelöst.

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