Für die Region
Koschyk / Aigner: „Ausgleichszulage muss fortgeführt werden“
5. Juni 2009
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Mit einem Liquiditäts- und einem Kreditprogramm will die Bundesregierung den Landwirten helfen, über die derzeitige schwierige Phase zu kommen. Das hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bei der Bezirksvorstandssitzung des oberfränkischen Bauernverbandes in Himmelkron erklärt. Mit dem Liquiditätsprogramm sollen bis zu 70 Prozent der Direktzahlungen auf Oktober vorgezogen werden, das zinsfreie, beziehungsweise niedrig verzinste Kreditprogramm für betriebliche Investitionen soll schon im Juli aufgelegt und hauptsächlich über die landwirtschaftliche Rentenbank abgewickelt werden, erläuterte Aigner vor den versammelten Kreisbäuerinnen und Kreisobmännern aus dem Regierungsbezirk.

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Der Parlamentarische CSU-Landesgruppengeschäftsführer und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, BBV-Direktor Wilhelm Böhmer, Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die oberfränkische CSU-Europakandidatin Monika Hohlmeier und BBV-Bezirkspräsident Werner Reihl (von links) würdigten die Frankenfarm in Himmelkron als herausragendes Beispiel für eine bäuerliche Innovation aus Oberfranken.

Optimistisch zeigten sich der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgrupppe im Deutschen Bundestag, Hartmut Koschyk und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, was die Fortführung der Ausgleichszulage ab dem Jahr 2013 angeht. Skeptisch zeigte sich die Bundeslandwirtschaftsministerin allerdings, die Hektarprämien auch in der bisherigen Höhe halten zu können. Einige europäische Länder wollten den kompletten Wegfall, andere, vor allem in Mittel- und Osteuropa wollten dagegen eine Aufstockung. Deshalb will sie sich gemeinsam mit Frankreich dafür einsetzen, die Zulage orientiert an Qualitätsstandards auf jeden Fall fortzuführen.

Bei der Milchpolitik bezeichnete Aigner eine Quotenverlängerung nach dem Jahr 2015 als unwahrscheinlich: „Nach jetzigem Kenntnisstand läuft die Quote aus.“ Auch mit einer Ablehnung im EU-Ministerrat hätte sie diese Entscheidung nicht verhindern können, da von den restlichen 26 Mitgliedsstaaten nur Österreich dagegen gekämpft habe. Um den Absatz und vor allem auch den Export wieder anzukurbeln setzen Bundeswirtschaftsministerin Aigner und MdB Koschyk große Hoffnungen auf Marketingbemühungen und eine verstärkte Imagewerbung. Letztere ist notwendig, um das Bewusstsein des Verbrauchers für immer stärker Verwendung findende Geschmacksverstärker und Substitute („Analogkäse“) zu schärfen. Bei den Marketingbemühungen muss der Wegfall des zentralen Agrarmarketings durch die CMA kompensiert werden, was aber in erster Linie Aufgabe der Wirtschaft ist.
Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner betonte im Laufe der Diskussion auch, dass der „Bauernverband der Ansprechpartner für sie ist und bleibt“.

Als Innovation aus Oberfranken und zugleich als Innovation aus bäuerlicher Hand stellte Reihl der Ministerin bei ihrem Besuch in Himmelkron die dortige Frankenfarm dar. Das Unternehmen mit Gastronomie, Catering und Hofladen befinde sich komplett in bäuerlicher Hand und sei ein herausragendes Beispiel für eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung oberfränkischer Landwirte. Reihl: „Ob ein Event in der Bundeshauptstadt oder die Repräsentation Bayerns beim Tag der Deutschen Einheit: die Frankenfarm ist stets an vorderster Stelle dabei.“

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