Für die Region
Moritz Wirth: Mein Praktikum im Deutschen Bundestag
10. Juni 2016
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Ende Mai habe ich sehr erfolgreich meine „Highschool Graduation“ nach der 12. Klasse an der AIS (American International School) in Salzburg im Alter von 16 Jahren abgeschlossen.

Ich spiele aktiv Eishockey, bin im Kader der deutschen Nationalmannschaft meiner Altersgruppe und habe mich Anfang 2015 für ein Sportstipendium an der Redbull Eishockey Akademie in Salzburg qualifiziert. Mein Ziel ist es, in Boston, MA, an der Ostküste Amerikas an der University of Harvard zu studieren und in deren College-Team Eishockey zu spielen.

Gleich im Anschluss an meinen High-School Abschluss habe ich ein zweiwöchiges Praktikum im Bundestagsbüro des Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordneten und Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Herrn Hartmut Koschyk, absolviert. Durch Herrn Koschyk und den Leiter seines Bundestagsbüros, Herrn Konhäuser, hatte ich die Möglichkeit, das politische Tagesgeschäft kennenzulernen. Die vielfältigen Aufgaben und Herangehensweisen zu den unterschiedlichen Themen waren äußerst erkenntnisreich für mich. An dieser Stelle bedanke ich mich vielmals dafür, dass ich in den zwei Wochen so viel an Wissen und Informationen aufnehmen und sammeln konnte.

So habe ich beispielsweise mit Herrn Koschyk an der Vorstellung der deutsch-polnischen Sonderbriefmarke „25 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk“ (DPJW) im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilnehmen können. Bei der Veranstaltung waren auch zwei Schülergruppen vom Ottheinrich-Gymnasium Wiesloch (Baden-Württemberg, Deutschland) und vom Jagiello-Lyzeum Zabkowice Slaskie (Polen) zugegen, die an einer Jugendbegegnung mitwirkten.

Durch Herrn Koschyk und auch Herrn Konhäuser hatte ich ebenfalls die Möglichkeit, das sich im Bau befindende Humboldtforum zu besuchen, was für die Öffentlichkeit noch nicht zugänglich ist. Den Wiederaufbau des Berliner Schlosses mit dem Humboldtforum halte ich für ein großartiges Projekt.

Ich habe auch Plenarsitzungen „live“ erleben dürfen. Das war ein ganz besonderes Erlebnis für mich, die Abgeordneten so hautnah zu erleben und zu hören.

Ebenfalls hat es Herr Koschyk ermöglicht, dass ich bei drei Ausschusssitzungen zuhören konnte.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde über die Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beraten.

Im Ausschuss für Arbeit und Soziales wurde der Entwurf eines Integrationsgesetzes behandelt, bei dem es darum ging, wie man insbesondere Flüchtlinge auch während der Zeit des Asylverfahrens auf dem Weg ins Arbeitsleben unterstützen kann. Ich fand es sehr spannend und sehr interessant, so viele verschiedene Ansichten zu hören, da es sich bei dem Flüchtlingsthema zurzeit um eine sehr heiß debattierte Thematik handelt. Insbesondere da ich auch selbst im letzten Jahr im Rahmen meiner Sozialstunden für die 12. Klasse in Salzburg ca. 40 Stunden für die Caritas in der Flüchtlingshilfe absolvierte.

Als Leistungssportler und Nachwuchsnationalspieler der deutschen Eishockeynationalmannschaft befasse ich mich selbstverständlich sehr viel und mehrere Stunden täglich mit dem Sport. Ich trainiere auch täglich mehrere Stunden. Daher war es äußerst interessant, eine Sitzung des Sportausschusses und der Arbeitsgruppe Sport der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besuchen zu dürfen. Dabei ging es auch um ein im Eishockey sehr häufig besprochenes heikles Thema, welches von einer internationalen Gruppe von Fachärzten vorgestellt und erörtert wurde. Im Fokus standen die häufigen Fälle von Schädelhirntraumata, auch „concussions“ genannt. Concussions kommen am häufigsten bei Sportarten wie dem American Football, Eishockey, Boxen, Handball und Fußball vor, und sind erstens sehr schwierig zu diagnostizieren und zweitens sehr schwierig zu behandeln.

Neben den „Highlights“, wie die oben erwähnten Aktivitäten galt es, selbstverständlich auch klassische Büroarbeiten zu erledigen, wie Vorbereitungen zu treffen und Arbeitsmaterial aufzuarbeiten, wie beispielsweise für eine Veranstaltung unter dem Titel „Realitätsferne VWL? – Kann die Politik auf unsere Lehre verzichten?“

Ich bin Herrn Koschyk und Herrn Konhäuser sehr dankbar für die außergewöhnlichen Erfahrungen, die ich während meines Praktikums sammeln durfte und für die Einblicke, die sie mir auch hinter den Kulissen der Politik gewährten.

An dieser Stelle bedanke ich mich vielmals dafür, dass ich in den zwei Wochen komprimiert so viel an Wissen und Erkenntnissen auf- und mitnehmen konnte.
Ich werde ab jetzt sicherlich das politische Geschehen differenzierter wahrnehmen.

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