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Union fordert die Aus- und Weiterbildung in der Tourismuswirtschaft zu verbessern
2. Juli 2009
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Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Ge-schäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Hartmut Koschyk, hat einen Antrag der Koalitionsfraktionen mit initiiert, die Aus- und Weiterbildungssituation in der Tourismuswirtschaft, auch hinsichtlich privater Ausbildungs-Anbieter, zu verbessern und hierzu einen Bericht vorzulegen.

Koschyk: „Rund 2,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland können unter Einbeziehung indirekter und weiterer Beschäftigungseffekte dem Tourismus zugerechnet werden. Mehr als 113.000 Ausbildungsverhältnisse bestanden Ende 2008 in der gesamten Tourismuswirtschaft, davon entfielen über 103.000 auf das Hotel- und Gaststättengewerbe. In 2008 wurden mehr als 47.000 neue Ausbildungsverträge im Tourismusgewerbe geschlossen. Über 43.000 aller neuen Ausbildungsverhältnisse entfallen auf das Gastgewerbe, das fast acht Prozent aller Ausbildungsplätze in Deutschland stellt.

Im Tourismuspolitischen Bericht der Bundesregierung vom Februar 2008 wird festgestellt, dass qualifiziertes Personal mit einer fundierten Ausbildung und bedarfsgerechter Weiterbildung während des gesamten Erwerbslebens dringend erforderlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg der Tourismusbranche zu gewährleisten. Sie ist besonders im Servicebereich und bei der Betreuung ausländischer Gäste ein wichtiges Aushängeschild für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Deutschland. Dies gilt im besonderen Maße auch für die Festspielstadt Bayreuth, die zur Festspielzeit unzählige ausländische Gäste anzieht, aber auch für das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz, wo es gilt, den Tourismus zu stärken und weiter auszubauen.

Der Nachwuchsgewinnung und -qualifizierung zur Sicherung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften kommt angesichts des demographischen Wandels und rückläufiger Schulabgängerzahlen eine große Bedeutung zu. Die Tourismuspolitischen Leitlinien der Bundesregierung vom Dezember 2008 legen dar, dass einigen touristischen Berufen bereits heute der Nachwuchs fehlt und es darauf ankommt, die Attraktivität des „Arbeitsplatzes Tourismus“ weiter zu erhöhen. Dafür müssen eine bessere Qualifizierung im Tourismus und attraktivere Arbeitsbedingungen angestrebt werden.

Die Koalitionsfraktionen fordern in dem Antrag, dass die gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse bzw. die Ermöglichung aufbauender Übergänge der Ausbildungspläne von Berufs-, Fach- und Hochschulen sowie von staatlich anerkannten Ausbildungsgängen und Fortbildungen im Tourismusbereich geprüft wird. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), dem Deutschen Tourismusverband (DTV), den Industrie- und Handelskammern bzw. dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie Vertretern der Gewerkschaften und Unternehmensverbände sollen weiterhin Möglichkeiten zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung mit vergleichbaren Qualifikationen geprüft werden. Außerdem sollen gemeinsam mit den Ländern deutsche Hochschul- und Berufsschulabschlüsse im Tourismusbereich noch stärker an internationale Standards angepasst werden, z.B. über eine teilweise Anerkennung der Ausbildungsinhalte einer dualen Berufsausbildung für den Erwerb eines international anerkannten Studienabschlusses.

Die Attraktivität des „Arbeitsplatzes Tourismus“ muss weiter erhöht werden. Dafür müssen eine bessere Qualifizierung im Tourismusbereich und attraktivere Arbeitsbedingungen angestrebt werden. Auch unsere oberfränkische Landschaft bietet beste Chancen für einen Ausbau des Tourismus und es gilt daher auch, dessen Fundament, den „Arbeitsplatzes Tourismus“, nachhaltig zu stärken.

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