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Deutsche Minderheit in der Ukraine leistet trotz des Krieges großartige Arbeit für die Menschen vor Ort – Stiftung Verbundenheit unterhält weiterhin die „Humanitäre Brücke Oberfranken – Transkarpatien“
24. Februar 2024
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Heute ist der 2. Jahrestag des verbrecherischen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und die freie Welt bleibt aufgefordert, den heroischen Überlebenskampf der Ukraine bestmöglichst zu unterstützen.

Trotz des grausamen Krieges nimmt die deutsche Minderheit in der Ukraine mit unglaublichen Engagement ihre wichtige Brückenfunktionen zwischen der Ukraine und Deutschland wahr.

So engagiert sich der zur deutschen Minderheit gehörende Honorarkonsul Alexander Schlamp in besonderer Weise für die Menschen in den Regionen Ternopil, Chmelnitsky und Czernowitz, in dem er in dieser schwierigen Zeit als Geschäftsführer eines großen Unternehmens in der Ukraine für die Menschen Arbeitsplätze erhält und ihnen Zukunftsperspektiven gibt.

Trotz des Krieges, ständiger Raketenangriffen und Luftalarmen hat das Sprachzentrum im Deutschen Haus in Kiew unter der Leitung von Ljudmyla Kowalenko-Schneider seit Kriegsbeginn seine Arbeit keinen einzigen Tag eingestellt. So konnten Tausende von Menschen bei „Online-Deutschkursen“ begleitet werden. Darüber hinaus wurde in dieser Zeit eine Online-Plattform entwickelt und eingeführt, die den Lernprozess erleichtert und effektiver macht. Das Sprachzentrum war in den letzten anderthalb Jahren das einzige Prüfungszentrum in der Ukraine, welches monatlich Prüfungen abhielt und Sprachzertifikate ausstellte.

Weiter ist es der deutschen Minderheit mit der Vorsitzenden der Deutschen Jugend Transkarpatien und zugleich Vizebürgermeisterin der Stadt Mukatschewo, Julia Taips gelungen, trotz der Kriegswirren eine Städtepartnerschaft mit der oberfränkischen Stadt Bamberg auf den Weg zu bringen, um die Verbindungen der seinerzeit aus Franken nach Transkarpatien ausgewanderten Schönbornfranken und heute dort lebenden Deutschen Minderheit zu pflegen.

Die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine mit dem Präsidenten der Synode Alexander Gross, der in Odessa Pfarrer ist, ist mit ihrer unermüdlichen humanitären Hilfe in den besonders vom Krieg getroffenen Regionen der Ukraine engagiert. Pfarrer Gross und seine Helfer unterstützen auf der lokalen Ebene im Rahmen ihrer Mittel und Kraft direkt bei den Menschen mit all dem Nötigsten, von Lebensmitteln bis hin zu Bleibemöglichkeiten, was die Menschen brauchen.

Darüber hinaus hat die Stiftung Verbundenheit in den vergangenen Monat den Vorsitzenden des Rates der Deutschen aus der Ukraine, Volodymyr Leysle, in ihrem Bayreuther Hauptbüro dabei unterstützt, damit die vom Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderte Sprach- und Kulturarbeit in der Ukraine trotz der schwierigen Kriegssituation erfolgreich fortgeführt werden konnte. Dazu ist es mit Expertise von Volodymyr Leysle und Unterstützung der Stiftung Verbundenheit gelungen, mit einem Leitfaden zur Jugendarbeit und einem Leitfaden zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit in den Sozialen Medien zwei wichtige Handreichungen zur Unterstützung der deutschen Minderheiten in allen Ländern Mittel- und Osteuropas und den GUS-Staaten zu erstellen.

Mit der Unterstützung des Deutschen Bundestags und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat konnte angesichts des Krieges ein großartiges Zeichen der Solidarität mit der deutschen Minderheit gesetzt werden, in dem der Kauf eines neuen Kulturhauses für die deutsche Minderheit in Mukatschewo erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es konnte ein Gebäude im Stadtzentrum von Mukatschewo in einem sehr guten Zustand erworben werden, bei dem keine Sanierung erforderlich war, so dass unmittelbar nach Bezug die Kultur- und Bildungsarbeit der deutschen Minderheit voll umfänglich fortgesetzt werden konnte.

Damit hat sich die Situation der deutschen Minderheit in Transkarpatien stark verbessert, da die vielfältigen Aktivitäten nun noch nachhaltiger durchgeführt werden können, insbesondere auch im Bereich der humanitären Hilfe.

Dennoch dürfen wir aufgrund der unverminderten Fortsetzung des brutalen Vernichtungskrieges nicht mit unserer Unterstützung nachlassen und müssen die Menschen in dieser katastrophalen Notlage weiterhin unterstützen.

Vor allem die Kinder sind besonders stark betroffen und benötigen daher weiter unsere ganz besondere Fürsorge. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges gab es einen dringenden Bedarf, die Kinderstation des Bezirkskrankenhauses Mukatschewo zu modernisieren, da sie sich in einem äußerst schlechten Zustand befindet.

Seit Kriegsbeginn besteht die zusätzliche Herausforderung, Binnenflüchtlinge im Kindesalter aufzunehmen und bestmöglichst medizinisch zu versorgen.

Gerade jetzt braucht es ein Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit, um dem Kinderkrankenhaus Mukatschewo die dringend benötigte Unterstützung zur Modernisierung der Kinderstation sowie die Anschaffung lebensrettender medizinischer Geräte z. B. Ultraschallgeräte für die Neugeborenenstation zukommen zu lassen.

Daher hat sich die Stiftung Verbundenheit im Rahmen ihres mit Kriegsbeginn einsetzenden humanitären Engagements für das Kinderkrankenhaus Mukatschewo nunmehr an die Aktion „Sternstunden – Wir helfen Kindern“ des Bayerischen Rundfunks gewandt und sieht gute Chancen, auch von dort Unterstützung zu bekommen.

Die Stiftung Verbundenheit bittet anlässlich des 2. Jahrestages des Beginns des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine um Ihre Spenden für das Kinderkrankenhaus in Mukatschewo, um das Leben von Kindern zu retten und eine medizinische Behandlung zukommen zu lassen.

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Dominik Duda

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