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Ev.-Luth. Landeskirche überreicht der Israel. Kultusgemeinde Bayreuth 50.000 Euro / Koschyk: „Bis zu 542.000 Euro Förderung durch den Bund!“
19. August 2013
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Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner überreichte dem Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, Herrn Felix Gothart, einen Scheck über 50.000 Euro zur Sanierung und zum Umbau der Jüdischen Synagoge Bayreuth. Anwesend war auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk, der der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche sehr für diese großartige Geste des interreligiösen Dialogs in der Stadt Bayreuth dankte.

Scheckübergabe zur Sanierung und Umbau der Jüdischen Synagoge Bayreuth durch die Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner (2.v.l.) an den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, Felix Gothart (3.v.l.), mit dem Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk (2.v.r.), dem Präsidenten der Regierung Oberfranken, Wilhelm Wenning (1.v.r.), und der Bayreuther Oberbürgermeisterin, Brigitte Merk-Erbe (1.v.l.)

Die Israelitische Kultusgemeinde will das historische Gebäude, dessen Innenraum in den 60er-Jahren umgestaltet wurde, den heutigen Bedürfnissen anpassen und gleichzeitig der historischen Gestalt wieder näher bringen. Die Bayreuther Synagoge ist das älteste noch genutzte jüdische Gotteshaus in Deutschland. Der Bau stammt aus dem Jahr 1714. Seit 1759 wird es von der jüdischen Gemeinde benutzt. In der Reichspogromnacht 1938 wurde lediglich das Innere verwüstet, die äußere Gestalt blieb erhalten. Die Synagoge liegt direkt neben dem zum Weltkulturerbe erklärten Markgräflichen Opernhaus.

Die Sanierung des Denkmals ist nicht nur für die jüdische Gemeinde Bayreuth, sondern auch national von herausragender Bedeutung. Finanzstaatssekretär Koschyk hatte sich diesbezüglich an den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann MdB, gewandt und sich nachhaltig für eine finanzielle Förderung für den Erhalt der Synagoge in Bayreuth durch den Bund eingesetzt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 5. Juni 2013 217 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von 29.524.200 EUR zur Förderung ausgewählt. Unter die Vergabe dieser Mittel („Denkmalschutz-Sonderprogramm IV“) fiel auch die Förderung der jüdischen Synagoge Bayreuth mit einem Volumen von 400.000 EUR.

Die Generalsanierung der Jüdischen Synagoge Bayreuth wurde bereits mittels des Denkmalsonderschutzprogramms III in Höhe von 142.000 Euro gefördert. Der Zuwendungsbescheid wurde am 23.01.2013 vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erteilt. Insgesamt beträgt die finanzielle Förderung durch den Bund somit bis zu 542.000 Euro.

Besichtigung der neuerrichteten Mikwe

Nach der Scheckübergabe führte der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, Herr Gothart, die Gäste noch durch die erst kürzlich fertiggestellte Mikwe. Die Regionalbischöfin Dr. Greiner bezeichnete das Wasser der neuerrichteten Mikwe als Zeichen für die heutige Blüte der Synagoge.

 

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