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Flaggschiff des Tourismus im Fichtelgebirge/ CSU-Bürgerpreis für Arbeitskreis Waldhaus Mehlmeisel
10. August 2013
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CSU-Bürgerpreis für den Arbeitskreis Waldhaus Mehlmeisel (von links): Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bürgermeister Günter Pöllmann, der 2. Vorsitzende Karl Kuhbandner, Staatssekretär Hartmut Koschyk, Schatzmeisterin Sabine Habla, Ludwig von Lerchenfeld,, Landrat Hermann Hübner und die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer.

Mehlmeisel. Für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ist der Arbeitskreis Waldhaus Mehlmeisel mit dem Bürgerpreis der CSU Bayreuth-Land ausgezeichnet worden. Bei der Übergabe der Urkunde sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm zu, das Waldhaus zu unterstützen, damit es offiziell als Walderlebniszentrum anerkannt und dessen Bildungsarbeit künftig gefördert werden kann.

„Wenn Staat und Kommunen investieren und sich gemeinnützige Stiftungen einbringen, dann werden auch die Bürger bereit sein, sich zu engagieren“, sagte Barbara Stamm. Das Waldhaus Mehlmeisel sei dafür das beste Beispiel. Die Einrichtung biete Naturerfahrung, Stille, Vielfalt und Entschleunigung und beziehe vor allem Kinder in die Bildungsarbeit ein.

Nach den Worten von Bürgermeister Günter Pöllmann, der gleichzeitig Vorsitzender des Arbeitskreises ist, wurde das markante Gebäude des Waldhauses zu 50 Prozent mit europäischen Mitteln und zu 25 Prozent mit Geldern der Oberfrankenstiftung gefördert. Die Betriebskosten und die Kosten für das umfangreiche Bildungsprogramm müssten dagegen alleine von der Gemeinde geschultert werden. Schon allein aufgrund des beispielhaften Bildungsprogramms sollte das Waldhaus offiziell als Walderlebniszentrum anerkannt werden, fordert der Bürgermeister.

Pöllmann erinnerte auch an die Geschichte des Hauses, das ursprünglich nur als kleine Erweiterung eines bestehenden Waldmuseums gedacht war. Nachdem ein „Spiegelprojekt“ mit dem tschechischen Städtchen Bozi Dar in die Wege geleitet werden konnte, wurde im Jahr 2004 der Grundstein gelegt. Noch im gleichen Jahr entstand auch der Arbeitskreis, zu dem sich damals 27 engagierte Bürger zusammengefunden hatten. Heute umfasst der Zusammenschluss 40 Mitglieder. Er veranstaltet unter anderem regelmäßige Ausstellungen, Vorträge, Führungen, Exkursionen, Vogelstimmenwanderungen und das alljährliche Waldhausfest. Mit dem Erlös wird die Bildungsarbeit finanziert. „Vieles könnte nicht umgesetzt, manches nicht bezahlt werden, wenn es den Arbeitskreis nicht gäbe“, sagte Pöllmann.

Seit dem Jahr 2000 habe der CSU-Kreisverband Bayreuth-Land den Bürgerpreis bereits zwölf Mal vergeben, sagte der Vorsitzende, der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. Als bisherige Preisträger nannte er unter anderem den Landjugend Kreisverband Bayreuth, die Kindertagesstätte Rotmainschlümpfe in Heinersreuth, die Stadtgarde Glückauf Pegnitz, die Pegnitzer Tafel, die Bürgerinitiative Buntes Warmensteinach und zuletzt den Förderverein zum Bau von Spielplätzen in Betzenstein. Koschyk bezeichnete das Waldhaus als Flaggschiff, das Jung und Alt an die Waldthematik heranführe und mittlerweile auch eine große touristische Bedeutung im Umfeld des Bayreuther Hauses besitze.

Mit dem Waldhaus sei die Gemeinde Mehlmeisel auf dem besten Weg, nicht nur die Winterzeit touristisch zu nutzen, sondern auch den Sommertourismus wieder anzukurbeln, sagte die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer. Als weiteren Schritt dazu nannte sie die Zusammenführung der Radwegenetze Oberfrankens und der Oberpfalz, bei der Mehlmeisel eine zentrale Rolle einnimmt. Der Arbeitskreis Waldhaus Mehlmeisel ist nach den Worten der Abgeordneten eine hervorragende Wahl für den Bürgerpreis, denn der Zusammenschluss sorge dafür, dass der Betrieb des Hauses auf hohem Niveau aufrechterhalten werden könne.

Die Forderung nach stärkerer Unterstützung bekräftige der 2. Vorsitzende des Arbeitskreises Karl Kuhbandner. Das Fichtelgebirge sollte versuchen, sich dem allgemeinen Trend entgegen zu stellen, indem seine positiven Seiten stärker herausgestellt werden. „Auch unsere Nachkommen sollen hier noch leben und arbeiten und ihre Heimat wiederfinden können“, so Kuhbandner. Einrichtungen wie das Waldhaus könnten dazu entscheidend beitragen.

 

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