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Friedrich Richter Messwerkzeuge erfüllen höchste Qualitätsstandards – Bundeswirtschaftsministerium förderte innovative Längenmesseinrichtung
2. August 2012
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„Unsere Kundschaft wird gehegt und gepflegt“, sagt Friedrich Richter. Seine gleichnamige Messwerkzeugfabrik in Speichersdorf ist zwar in einer Marktnische tätig, doch mit ihren Produkten hat praktisch jeder schon einmal zu tun gehabt. Seit mittlerweile 90 Jahren stellt das Unternehmen Messwerkzeuge wie Maßstäbe, Tank- und Skalenbandmaße, Präzisionsmesszeuge sowie Wasserwagen her.

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Ein neues, innovatives technisches Projekt soll nun dazu beitragen, die Messgenauigkeit und damit die hohen Qualitätsstandards gegenüber dem Kunden lückenlos nachzuweisen. Dabei handelt es sich um eine über 200000 Euro teure Längenmesseinrichtung für Maßbänder mit einer Sonderlänge bis zu 30 Metern, die mit einer fünfstelligen Summe durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. „Damit wird ein nachhaltiger Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einer strukturschwachen Region geschaffen und außerdem zum Erhalt von Arbeitsplätzen beigetragen“, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk bei der Übergabe des Förderbescheides.120802 Richter Messwerkzeuge Speichersdorf (8)
„Wir betreiben Geschäfte mit 60 Ländern der Welt“, sagt Richter, der nicht nur Großhändler und Exporteure unter anderem in den USA, in Südafrika, Kanada, Korea oder Vietnam beliefert, sondern in den meisten Ländern auch auf langjährige Direktkontakte verweisen kann. „Stetige Innovation, höchste Präzision und beste Verarbeitungsqualität kennzeichnen unsere Produkte“, so Richter, der es geschafft hat, sich gegen die Billigkonkurrenz aus Fernost mit Qualität durchzusetzen.

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Wer heute etwas messen will, müsse sich auf die Genauigkeit seines Messinstrumentes verlassen können. Diese Prämisse steht bei den Richter-Messwerkzeugen ganz oben. Mit zum Teil eigens entwickelten Maschinen sorgt das Unternehmen mit seinen 45 Beschäftigten dafür, dass alle Maße immer stimmen. Pro Monat verlassen bis zu 10000 Bandmaße und weitere rund 10000 Wasserwagen das Speichersdorfer Werk.

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Im Mittelpunkt steht die Philosophie einer klaren Ausrichtung an den Kunden. So würden die vielfältigen Messinstrumente auf Wunsch individuell an die Anforderungen angepasst – sowohl in Form und Farbe als auch bei der Funktionalität. „Geht nicht gibt es nicht“, sagt Richter. Die langjährige Erfahrung und das hohe Knowhow des gesamten Teams sorgten stets dafür, dass es immer eine Lösung gibt. Deshalb würden auch kleine Stückzahlen nicht verachtet. Als bislang ungewöhnlichsten Auftrag bezeichnet Richter ein 1000 Meter langes Bandmaß, das in einem polnischen Bergwerk zum Einsatz benötigt wurde.
Nur wenige der Maschinen stammen bei Friedrich Richter Messwerkzeuge GmbH & Co.KG von der Stange, die meisten sind Eigenentwicklungen, die es nur bei Richter gibt. Dabei achtet der Firmenchef immer darauf, dass der Maschinenpark auf dem neuesten Stand ist. Bestehende Geräte werden weiter entwickelt, neue Technologien integriert. Das alles soll dafür sorgen, dass Richter Messwerkzeuge weltweit seine namhafte Kunden überzeugen kann.

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Mit ihrer bereits bestehenden Längenmesseinrichtung hält das Unternehmen bereits die Genauigkeitsklasse 1 ein. Bei der neuen Maschine soll nun automatisch und lasergestützt für jedes Maßband ein Protokoll erstellt werden, das dem Kunden die Genauigkeit belegt. Im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand geht es darum, besondere Ideen von mittelständischen Unternehmen zu fördern, sagte Staatssekretär Koschyk. Entschieden werde dabei nicht am Schreibtisch, jeder Antrag werde vielmehr von Ingenieuren begutachtet, geprüft und bewertet. Nach den Worten Koschyks sind über das ZIM-Programm seit 2008 bereits Innovationen aus der Region in einer Höhe von über 2,6 Millionen gefördert worden.

Zur Berichterstattung im Nordbayerischen Kurier gelangen Sie hier.

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