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Informationsgespräch zum BOS-Digitalfunk für Einsatz- und Rettungskräfte
15. August 2013
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Parl. Staatssekretär Hartmut Koschyk MdB, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Bezirksrat Dr. Michael Hohl, Landrat Hermann Hübner und der Fraktionsvorsitzende der CSU/BTgo!-Stadtratsfraktion in Bayreuth, Dr. Stefan Specht, informierten sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit des Freistaats Bayern mit dem oberfränkischem Beratungsunternehmen quattron aus Bamberg.

„Der Digitalfunk in Oberfranken startet Anfang 2015“, so Staatssekretär Gerhard Eck bei einem Vor-Ort-Gespräch direkt an der neu errichteten Basis-Funkstation für Polizei, Feuerwehren und Rettungskräfte. „Damit wird ein weiterer wichtiger Meilenstein im derzeit größten Projekt des Freistaats Bayern planmäßig erreicht.“

v.l.n.r. Kreisbrandrat Hermann Schreck, Uwe Kramer (Mitarbeiter der Fa. quattron), Bezirksrat Dr. Michael Hohl, Dr. Silvio Döring (Geschäftsführer der Fa. quattron), Landrat Hermann Hübner, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Gudrun Brendel-Fischer MdL, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB, 2. Bürgermeister der Gemeinde Mistelgau, Manfred Bär, 1. Bürgermeister der Gemeinde Mistelgau, Georg Birner, und der Fraktionsvorsitzende der CSU/BTgo!-Stadtratsfraktion in Bayreuth, Dr. Stefan Specht.

Bundesweit ist das Projekt von hoher Komplexität und zahlreichen Schnittstellen geprägt, z. B. bei Suche und Bau von Standorten durch die Länder oder bei Integration und Betrieb des bundesweiten Netzes. Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat sich bei Koordination und Steuerung des Netzaufbaus für die quattron management consulting GmbH mit Sitz im oberfränkischen Bamberg entschieden, die mit ihren Spezialisten weltweit Infrastrukturprojekte strategisch konzipiert und steuert.

„Um die knapp 900 Standorte für Bayern zu realisieren, gewährleisten wir neben der Steuerung des Netzaufbaus  u. a. auch die Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern und dem Bayerischen Rundfunk bei Mitnutzungsanfragen vorhandener Standorte“, erläuterte Dr. Silvio Döring, Geschäftsführer von quattron, die Herausforderungen beim Aufbau des Digitalfunks in Bayern. „Dabei arbeiten die Mitarbeiter des Beratungsunternehmens eng mit den Sicherheitskräften und den zuständigen Mitarbeitern zusammen, um das beiderseits vorhandene Fachwissen für den Aufbau des Digitalfunknetzes optimal einzusetzen.“

Dr. Silvio Döring, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens quattron, (2.v.l.) erläutert die Rolle seines Beratungsunternehmens beim Aufbau des BOS-Digitalfunks.

Staatssekretär Eck informierte über den aktuellen Stand des Netzaufbaus in Bayern und Oberfranken. Bayernweit befinden sich 693 von 889 Standorten im Bau. Im Landkreis Bayreuth liegen 25 von insgesamt 109 Standorten in Oberfranken, 18 davon sind bereits fertig gebaut. Staatssekretär Eck bedankte sich auch explizit bei Mistelgaus Bürgermeister Georg Birner, der den Aufbau des BOS-Digitalfunkmastes trotz einzelner Bedenken in der Gemeinde unterstützt hat. Es ist wichtig, dass man die Möglichkeiten modernster Techniken ausschöpft und nicht vor der Umsetzung zurückschreckt, weil es hierzu kritische Stimmen hinsichtlich dieser Technik gibt.

Der Digitalfunkmast in der Gemeinde Mistelgau.

 

„Der BOS-Digitalfunk ist ein anschauliches Beispiel für eine gelungene Kooperation von Bund, Freistaat Bayern und hochspezialisierten Unternehmen aus der Region“, resümierte der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk MdB. Eine besondere Herausforderung beim Netzaufbau ist die Einbindung von Bürgern und Kommunen. Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer informierte darüber, wie hier ein Standort gefunden wurde, der die Notwendigkeit des Digitalfunks mit den Wünschen von Kommunen und Bürgern verbindet. So konnte mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung für den Standort getroffen werden. Landrat Hermann Hübner lobte die aktiven Sicherheitskräfte, die trotz hohen Aufwandes bei der Umsetzung hinter dieser neuen Technik stehen und den Aufbau des Digitalfunknetzes unterstützen.

Laut Kreisbrandrat Hermann Schreck waren bisher ein Drittel aller Einsatzwagen der Feuerwehr mit Funk ausgestattet – mit dem Digitalfunk werden es in Zukunft nahezu 100 Prozent sein. Eine große Herausforderung sei dabei, die nahezu 8.000 Einsatzkräfte bis zum Start des Digitalfunknetzes mit der neuen Technik vertraut zu machen und zum anderen in der Übergangsphase diese parallel mit der alten analogen Technik zusammen zu betreiben.

Bei einer „Funkprobe“ mit den neuen digitalen Endgeräten im Direktmodus konnten sich die Beteiligten ein Bild davon machen, wie ab Mitte 2014 in Oberfranken digital gefunkt werden kann.

 

Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Gudrun Brendel-Fischer MdL bei der „Funkprobe“.

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Alexander von Humboldt- Kulturforum

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