Allgemein Für die Region
Neuer Ausstellerrekord: Staatssekretär Koschyk eröffnete 22. Kulmbacher Ausbildungsmesse
15. Oktober 2011
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Mit einem erneuten Ausstellerrekord ist am Wochenende die 22. Kulmbacher Ausbildungsmesse im beruflichen Schulzentrum über die Bühne gegangen. Insgesamt 104 Aussteller (Vorjahr 87) mit Sitz in ganz Nordbayern nahmen im Rahmen der Messe die Chance wahr, die Ausbildungs-, beziehungsweise Studienmöglichkeiten ihres Unternehmens, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebs sowie ihrer Hoch- oder Berufsfachschule einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Einen besonders deutlichen Zuwachs an Ausstellern konnte die Messe in Branchen verzeichnen, in denen schon heute ein Mangel an qualifizierten Fachkräften besteht, wie etwa dem Gesundheits- und Sozialwesen und insbesondere dem Handwerk.

Der erneute deutliche Zuwachs an Ausstellern zeige, dass auch in Oberfranken immer mehr Arbeitgeber in einen Wettbewerb um den qualifiziertesten Nachwuchs eintreten, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk bei der Eröffnung. Auf Grund sinkender Schülerzahlen sei es für viele Unternehmen bereits heute schwierig, die von ihnen angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf dem Kulmbacher Ausbildungsmarkt wieder. Laut Bundesagentur für Arbeit stelle sich die Lage so dar, dass es zwar noch junge Leute gebe, die nach Beginn des Ausbildungsjahres ohne Ausbildungsplatz seien, „aber auf jeden Einzelnen von ihnen entfallen vier offene Stellen“.

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„Eine gute Ausbildung ist die beste Vorsorge gegen Arbeitslosigkeit“, sagte Koschyk. Unser duales Ausbildungssystem habe in Deutschland einen entscheidenden Beitrag zu einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten unter Jugendlichen im europäischen Vergleich geleistet. Die berufliche Ausbildung in Schule und Betrieb biete jungen Menschen Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

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Die im vergangenen Oktober erfolgte Verlängerung des nationalen Ausbildungspaktes war nach den Worten Koschyks mit neuen Schwerpunkten erfolgt. Aufgrund veränderte Rahmenbedingungen auf dem Ausbildungsmarkt, wie dem Rückgang der Bewerberzahlen um gut ein Viertel seit 2007 gerade auch in unserer Region, sowie einen Bewerbermangel in einigen Branchen müssten neue Potenziale erschlossen werden. Dazu sollen verstärkt die Jugendlichen in den Blick genommen werden, die bisher Schwierigkeiten hatten, eine Ausbildung zu finden, wie beispielsweise Altbewerber, Migranten, sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte sowie behinderte Jugendliche. Durch Einstiegsqualifizierungen und ausbildungsbegleitenden Hilfen sollen darüber hinaus die Ausbildungsreife und Berufsorientierung verbessert und schwächere Jugendliche intensiver gefördert werden. Außerdem sollen mehr leistungsstarke Jugendliche für eine betriebliche Berufsausbildung gewonnen werden.

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Vor dem Hintergrund der aktuellen demografischen Entwicklung und des steten Geburtenrückgangs unternehme auch der Landkreis Kulmbach große Anstrengungen, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Er verwies dabei auf eine Initiative des Landkreises zur Stärkung des Bildungsstandortes Kulmbach. Darüber hinaus seien Stadt und Landkreis Kulmbach in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth, der Hochschule Hof sowie der heimischen Wirtschaft kontinuierlich bemüht, jungen hochqualifizierten Nachwuchskräften attraktive Arbeitsplätze am Standort Kulmbach zur Verfügung zu stellen, um diesen eine Zukunftschance in der Region zu bieten.

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Die jährlich stattfindende Ausbildungsmesse in Kulmbach ist mittlerweile ein fester Bestandteil der beruflichen Bildungsarbeit vor Ort. Organisatoren sind der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und der Landkreis Kulmbach. Staatssekretär Koschyk bezeichnete den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft in Kulmbach als einen der bayernweit aktivsten derartigen Zusammenschlüsse und ihm eine hervorragende Arbeit. Der Arbeitskreis ist einer von über 100 Zusammenschlüssen, die in den vergangenen 20 Jahren unter dem Dach des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft gegründet wurden. Sein Ziel ist es, den Dialog zwischen Bildungseinrichtungen und Arbeitgebern zu fördern und Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten. Die Ausbildungsmesse biete jungen Menschen die Gelegenheit, sich intensiv und unmittelbar mit den Anforderungen von Ausbildungsberufen der verschiedenen Branchen vertraut zu machen und erste Kontakte zu ihrem vielleicht zukünftigen Ausbildungsbetrieb herzustellen.

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