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Obernsees wird mit fünf Millionen auf Vordermann gebracht / Tourismus-Ausschussvorsitzender im Bundestag Klaus Brähmig besuchte Therme
19. November 2011
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Obernsees. Die Therme Obernsees soll im kommenden Jahr mit einem Kostenaufwand von fünf Millionen Euro auf Vordermann gebracht werden. Mit dem Geld sollen unter anderem eine neue Kindererlebniswelt geschaffen, eine neue Sauna gebaut und auf einer Fläche von 300 Quadratmeter ein neuer Hallenanbau realisiert werden, erklärte Landrat Hermann Hübner beim Besuch des Tourismus-Ausschussvorsitzenden im Deutschen Bundestag Klaus Brähmig und des Parlamentarischen Finanzstaatssekretärs und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk am Wochenende.
Die Besucherzahl der Therme war von ursprünglich 300000 auf zuletzt unter 260000 pro Jahr gesunken, sagte der Landrat. Das Ziel der Kostendeckung sei damit nicht mehr erreicht. „Wenn wir jetzt nichts machen, wird es weiter bergab gehen“, so Hübner. Deshalb seien die Angebotsverbesserungen dringend notwendig.

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Als Grund für den Besucherrückgang nannte Hübner den immensen Konkurrenzdruck durch neu entstandene Thermen und Badewelten im Einzugsbereich, etwa in Nürnberg, Fürth, Hersbruck oder aktuell in Bamberg. Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Therme im Jahr 1998 habe es oberfrankenweit gerade einmal neun Bäder gegeben, mittlerweile seien es 24 und das bei abnehmender Bevölkerung.
Beim Besuch des Tourismusausschussvorsitzenden wurde aber auch klar, dass die Verantwortlichen enormes Potenzial in der Therme Obernsees sehen. Staatssekretär Koschyk nannte die Therme ein Flaggschiff des Tourismus im Bayreuther Land, mit der Eröffnung sei damals eine wichtige Lücke in der touristischen Infrastruktur des Landkreises geschlossen worden. „Wie stünden wir heute da, wenn es die Therme nicht gäbe“, sagte Koschyk, deshalb sei es jetzt notwendig, antizyklisch eine derartige Zukunftsinvestition zu tätigen.
Landrat Hübner sah die Therme durchaus „in der Bundesliga“ angesiedelt. Ob erste oder zweite Bundesliga, darauf wollte er sich nicht festlegen. Sicher sei es auch, dass eine Thermenlandschaft wie in Erding zur Champions-League gehöre. Dennoch schwärmten beide Politiker von der wunderbaren Einbindung in die Landschaft und die gelungene architektonische Gestaltung der Therme in Obernsees, die ausdrücklich als Familienbad angelegt sei.

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Man sollte den Bürgern verstärkt klar machen, dass touristische Investitionen nicht nur für Gäste, sondern auch für Einheimische wichtig sind, sagte MdB Brämig. Zum einen werde die Infrastruktur verbessert, zum anderen siedelten sich im Umfeld zahlreiche Einrichtungen von der Direktvermarktung bis zur Tankstelle an. Brähmig appellierte auch dafür, verstärkt die interkommunale Zusammenarbeit zu suchen. Im Ferienland Österreich sei diese Art der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen viel stärker ausgeprägt, als in Deutschland, davon sollte man lernen.

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Ob sich der Traum von Bürgermeister Georg Birner von der Ansiedlung eines Feriendorfes mit Hotel im Umfeld der Therme noch erfüllt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach wie vor offen. „Das wäre die halbe Miete“, waren sich alle Beteiligten einig und Birner zeigte sich optimistisch, dass es trotz inzwischen vier Jahre andauernder Bemühungen noch etwas wird mit dem Feriendorf. „Es schaut momentan so aus, als ob es gelingen könnte“, sagte er und schloss dabei ausdrücklich ein Vier- bis Fünf-Sterne Hotel in die Überlegungen ein.

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