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Wahlkampf statt Wagner / Jubel für Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Auftritt mitten in Bayreuth
25. August 2017
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Bayreuth. An die 4000 Besucher haben am Donnerstagabend im Ehrenhof des Alten Schlosses in Bayreuth den Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgt. Es war die erste Wahlkundgebung der Kanzlerin in Bayern und für die Bayreuth CSU samt Bundestagsabgeordneter und Direktkandidatin Silke Launert der Höhepunkt des Bundestagswahlkampfes, kurzum ein Auftakt nach Maß, ganz so, wie es sich die Verantwortlichen erhofft hatten.

Rund 40 Minuten dauerte die Ansprache der Kanzlerin, die immer wieder von Applaus unterbrochen wurde und die thematisch von der Automobilindustrieüber die Flüchtlingskrise bis hin zum Soli und zum Terrorismus reichte. Zuvor hatten unter anderem Direktkandidatin und MdB Silke Launert, der oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Hans-Peter Friedrich, die Abgeordnete aus dem Nachbarwahlkreis Emmi Zeulner und Staatssekretär Thomas Silberhorn aus Bamberg das Wort ergriffen.

Zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer nahm Merkel vor ihrem Auftritt zunächst ein Bad in der Menge. In Begleitung von Horst Seehofer kam sie zu Fuß über den Markt und schüttelte dabei jede Menge Hände. „Ich würde gerne für weitere vier Jahre ihre Bundeskanzlerin sein”, sagt Angela Merkel, bevor sie am Ende von dem scheidenden Abgeordneten Hartmut Koschyk einen Korb mit Spezialitäten aus der Genussregion überreicht bekam. Deutschlands Stärke sei seine Vielfalt, erklärte Merkel, die ein klares Bekenntnis für den ländlichen Raum ablegte.

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Ein dickes Lob zollte sie der Arbeit der 25 Millionen ehrenamtlich engagierten Menschen in Deutschland. Diesen Gemeinschaftsgeist müssten alle Verantwortlichen der Jugend mitgeben. Dazu gehöre es auch, Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen zu entlasten. Merkel: „Wir erhöhen für niemanden die Steuern und senken sie für kleinere und mittlere Einkommen. Keine neuen Schulden zu machen, wie es Finanzminister Wolfgang Schäuble tue, sei nicht nur eine mathematische Übung, sondern ein Bekenntnis dazu, unseren Kindern und Enkeln ein gutes Leben zu ermöglichen.

Nicht wiederholen könne und dürfe sich allerdings der Flüchtlingszustrom des Jahres 2015. Deswegen habe sie sich früh für ein Abkommen mit der Türkei eingesetzt. „Wir brauchen legale und geordnete Strukturen“, sagt Merkel. Schleppern und Menschenhändlern müsse das Handwerk gelegt werden. Illegale Strukturen zu bekämpfen, werde in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe sein.

Wirklich übel nahm Angela Merkel zuvor den Versprecher „Oberbayern“ statt „Oberfranken“ niemand, zumal Merken den Ausrutscher dem CSU-Bezirksvorsitzenden Friedrich in die Schuhe geschoben hatte, der im Vorfeld tatsächlich mehrfach von Oberbayern gesprochen hatte.

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Vincent Trautner

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