Für Deutschland International
Deutsches Gymnasium für Nordschleswig besucht den Deutschen Bundestag!
24. März 2015
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39 Schüler des Abiturjahrganges am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig in Apenrade (Abenraa) in Dänemark besuchten unter der Leitung ihrer Lehrer Karin Asmussen, Sarah Arnkjær, Jens Mittag und Jürgen Stamer die Bundeshauptstadt Berlin. Auf Vermittlung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, nahmen die Schülerinnen und Schüler aus Nordschleswig an einem Informationsbesuch des Deutschen Bundestages teil.

Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig wird vom Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig getragen. Die Unterrichtssprache am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig ist Deutsch. Der Dänischunterricht findet auf Muttersprachenniveau statt und die Schülerinnen und Schüler erhalten gleichzeitig das dänische ”studentereksamen” und das deutschen “Abitur”. An die Schule angeschlossen ist ein Internat für die Schüler mit sehr weiten Schulwegen.

Bundesbeauftragter Koschyk besuchte im November vergangenen Jahres, nachdem er politische Gespräche in Kopenhagen geführt hatte, u.a. auch das Deutsche Gymnasium in Apenrade.

Im Reichstagsgebäude wurden die Schülerinnen und Schüler auf der Besuchertribüne des Plenarsaals über die parlamentarische Arbeit in der Bundeshauptstadt informiert und konnten von der Reichstagskuppel aus das beeindruckende Regierungsviertel und das Berliner Panorama auf sich wirken lassen.

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Diskussion im Paul-Löbe-Haus

Bundesbeauftragter Koschyk begrüßte die Schülerinnen und Schüler persönlich im Paul-Löbe-Haus, in dem die parlamentarischen Ausschüsse tagen und das sich direkt neben dem Reichstagsgebäude befindet. In einem intensiven Gespräch erläuterte MdB Koschyk den Schülerinnen und Schülern seine Arbeit als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und beantwortete die Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade. Dabei berichtete Bundesbeauftragter Koschyk, dass er bereits mehrfach Nordschleswig besucht hat und im engen Dialog mit dem Bund Deutscher Nordschleswiger, der Dachorganisation der deutschen Minderheit, steht. Die deutsche Volksgruppe in Dänemark umfasst heute etwa 15.000 Mitglieder aus einer Gesamtbevölkerung von 250.000 in Nordschleswig. Die deutsche Minderheit besteht seit der Volksabstimmung und der neuen Grenzziehung zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark im Jahre 1920, mit der Nordschleswig dänisch wurde. Die Rechte der deutschen Minderheit im dänischen Nordschleswig wurden erstmals in den Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955 grundlegend geregelt. Diese bilaterale Übereinkunft zwischen Deutschland und Dänemark, die auch die dänische Minderheit im deutschen Südschleswig betrifft, habe bis heute Modellcharakter für eine moderne Minderheitenpolitik, erklärte Bundesbeauftragter Koschyk den Schülerinnen und Schülern.

Weitere Diskussionsthemen waren die Situation der friesischen Volksgruppe in Nordfriesland, dem Saterkland und Ostfriesland, die aktuelle Lage der deutschen Minderheit in der Ukraine und auf der Krim, aber auch Fragen zur Doppelten Staatsbürgerschaft in Deutschland. Ebenfalls informierte Bundesbeauftragter Koschyk die interessierten Schülerinnen und Schüler über die alltägliche Zusammenarbeit zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD.

Zur Internetseite des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade

Informationen zu deutschen Minderheit in Dänemark auf der Homepage des Bundes Deutscher Nordschleswiger finden Sie hier.

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