International
Bundesbeauftragter Koschyk beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft in Kasachstan
3. Oktober 2016
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Auch in diesem Jahr wird die Deutsche Botschaft in Astana den traditionellen Empfang zum Tag der Deutschen Einheit ausrichten. Der Empfang findet dieses Jahr am 3. Oktober statt.

Die eingeladenen Gäste haben hierbei Gelegenheit, mit Landsleuten und Freunden Deutschlands aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft die engen und vielfältigen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan auf besondere Art zu feiern. Anwesend ist auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, der politische Gespräche in Kasachstan führt und nachfolgende Worte an die zahlreichen Gäste richtete:

Es ist für mich als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten eine besondere Freude und Ehre, heute am Tag der Deutschen Einheit diese Worte an Sie richten zu dürfen. Ich überbringe Ihnen die herzlichen Grüße der Bundesregierung, insbesondere von Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Wie jedes große Ereignis muss auch der 3. Oktober 1990 in seinem historischen Kontext betrachtet werden. Er steht in einer engen Beziehung zum 16. Dezember 1991, an dem sich die damalige Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik für unabhängig erklärte. Nach den Gepflogenheiten meines Landes darf man vorab nicht gratulieren, aber ich verstehe sehr gut, dass Kasachstan in Bälde den 25. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung mit Freude und Stolz begehen wird.

Die Bürgerinnen und Bürger der Republik Kasachstan können mit Recht stolz darauf sein, was in den letzten 25 Jahren geleistet worden ist. Von dieser positiven Entwicklung profitieren auch die ethnischen Deutschen in Kasachstan, die – wie ich mich immer wieder überzeugen konnte – hier im Lande respektiert und wertgeschätzt werden. In mittlerweile 14 erfolgreichen Sitzungen der gemeinsamen Deutsch-Kasachischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der ethnischen Deutschen in der Republik Kasachstan haben die beide Regierungen  entscheidend dazu beigetragen, dass die rund 180.000 in Kasachstan lebenden Deutschen eine verlässliche Perspektive für eine gute Zukunft in ihrer Heimat haben.

Auf der letzten Sitzung vor wenigen Wochen in Berlin haben wir intensiv darüber diskutiert, wie sich die Deutsche Minderheit auf der EXPO 2017, die sich vorrangig dem Thema „Energie der Zukunft“ widmet, präsentieren kann. Ich kann hier auch die kasachische Regierung nur ermutigen, den ethnischen Gruppen in ihrem Land innerhalb der EXPO 2017 die Möglichkeit zur Präsentation zu geben, denn wie die Deutsche Minderheit zeugen auch die anderen ethnischen Gruppen von der offenen Gesellschaft Kasachstans und sind natürliche Brückenbauer nach außen. Ihre gute Integration wurde meinem Bundestagskollegen Heinrich Zertik und mir am deutlichsten zuletzt im April letzten Jahres, als wir als Ehrengäste an der Assemblee des Volkes Kasachstans teilnehmen durften.

Ich möchte hier ausdrücklich würdigen, dass in der Republik Kasachstan die dunklen Seiten der Geschichte nicht verdrängt, sondern aufgearbeitet werden. Ich fand es daher eine höchst anerkennenswerte Geste, dass der Botschafter der Republik Kasachstans, S.E. Herr Bolat Nussupow, am 28. August dieses Jahres in Berlin an der zentralen Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Deportationserlasses des Präsidiums des Obersten Sowjets der Sowjetunion teilnahm. Die Aufarbeitung der Geschichte belastet das Verhältnis zwischen unseren beiden Völkern nicht, im Gegenteil: Deutsche aus Kasachstan haben mir immer wieder von der warmherzigen Aufnahme und von der gelebten Solidarität berichtet, die ihnen während und nach der Deportation durch die Bewohner der ihnen zugewiesenen Gebiete zuteilwurde.

Der Rückblick auf das jüngste Vierteljahrhundert der Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland kann uns mit vollem Recht mit Dankbarkeit und auch Stolz erfüllen und gibt uns die berechtigte Hoffnung auf eine gute Zukunft!

Zur Internetseite der deutschen Botschaft in Astana gelangen Sie hier.

Die Ansprache von Bundesbeauftragten Koschyk kännen Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

 

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