International
Bundesbeauftragter Koschyk reist nach Kasachstan
5. Oktober 2015
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Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, reist vom 5. bis 9. Oktober in die Republik Kasachstan. Anlass der Reise ist die in der Hauptstadt Astana stattfindende 13. deutsch-kasachische Regierungskommission für die Angelegenheiten der ethnischen Deutschen in der Republik Kasachstan, die Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem kasachischen Ko-Vorsitzenden, Vize-Außenminister Dr. Alexey Volkov, leiten wird. Er wird dabei begleitet von dem aus Kasachstan stammenden Abgeordneten Heinrich Zertik sowie von den Abgeordneten Karin Strenz, vom Innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Stephan Mayer und dem Abgeordneten Dr. Philipp Lengsfeld.

Nach der Teilnahme an der Kommissionssitzung werden sich Bundesbeauftragter Koschyk und seine Delegation an verschiedenen Orten Kasachstans ein Bild von der Lage der deutschen Minderheit machen. Neben Gesprächen mit kirchlichen Vertretern werden dabei auch Besuche bei erfolgreichen russlanddeutschen Unternehmern stattfinden.

Der Einbezug der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Aussiedler und der in der angestammten Heimat verbliebenen Deutschen in die jeweiligen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ist Koschyk besonders wichtig. Auf dem 17. Tag der Deutschen Wirtschaft in südkasachischen Almaty am 9. November 2015 wird er dieses Thema unter anderem mit dem Vize-Minister für Investitionen und Entwicklung, Albert Rau, der der deutschen Minderheit in Kasachstan angehört, erörtern. Als ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen wird er dort auf Wunsch der Veranstalter auch einen Vortrag zum Thema „Steuerliche Wirtschaftsförderung in der Bundesrepublik Deutschland“

In Almaty wird sich Hartmut Koschyk im dortigen „Deutschen Haus“ auch mit Führung und den regionalen Vertretern der Selbstorganisation der deutschen Minderheit, der Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, zusammentreffen. Die Vertreter der Selbstorganisation sind in die Regierungskommission und das übrige Programm fest eingebunden. Bundesbeauftragter Koschyk wird bei seiner Reise weiter vom Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Waldemar Eisenbraun, dem Vorsitzenden der Jugendorganisation der Landsmannschaft, Walter Gauks, und dem Vorsitzenden des Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland e. V., Waldemar Weiz, begleitet.

Nach Angaben der Volkszählung des Jahres 2012 leben etwa noch 180.000 ethnische Deutsche in der Republik Kasachstan, besonders viele von ihnen in Gebieten Nord- und Ostkasachstans. In der Bundesrepublik Deutschland leben heute etwa 800.000 Deutsche, die aus Kasachstan nach Deutschland übergesiedelt sind.

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