International
Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe trifft südkoreanische Nichtregierungsorganisation „World Without War“
20. Mai 2015
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Der Vorsitzende der Deutsch Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Hartmut Koschyk MdB., die stellv. Vorsitzenden Bärbel Höhn MdB und Thomas Lutze MdB sowie die weiteren Mitglieder der Parlamentariergruppe Dr. Philipp Lengsfeld MdB und Johannes Selle MdB, haben sich im Deutschen Bundestag mit den Vertretern der südkoreanischen Nichtregierungsorganisation „World Without War“, Yeook Yang, Seung Park und Yeda Lee, getroffen. Organisiert wurde der Besuch in Deutschland vom Verein „Connect“, dessen Vertreter Rudi Friedrich ebenfalls an dem Gespräch teilnahm.

„World Without War“ berät und unterstützt seit Jahren südkoreanische Wehrdienstverweigerer. Die Regierung und das Parlament der Republik Korea haben bislang kein Regelung geschaffen, die Wehrdienstverweigerung ermöglicht. Bislang droht Wehrdienstverweigerern in der Republik Korea eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren.

Die in der damaligen DDR geborenen Abgeordneten Thomas Lutze, Dr. Lengsfeld und Johannes Selle berichteten, dass es in der DDR keinen zivilen Wehrersatzdienst gab. Der Dienst als Bausoldat bot den DDR-Bürgern allerdings eine Möglichkeit, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern, die es in sonst keinem anderen sozialistischen Land gab. Ein Dienst als Bausoldat hatte allerdings oftmals nachteilige Auswirkungen auf Ausbildungs-, Studiums- und Aufstiegschancen.

Die in der früheren Bundesrepublik geborenen Abgeordneten Hartmut Koschyk und Bärbel Höhn berichteten hingegen, dass die gesetzlichen Bedingungen in der Bundesrepublik durch das Zivildienstgesetz geregelt wurden, das am 1. April 1961 in Kraft trat und immer wieder im Sinne des Zivildienstes novelliert wurde.

Die Mitglieder der Deutsch Koreanischen Parlamentariergruppe zeigten Verständnis für das Anliegen der südkoreanischen Nichtregierungsorganisation „World Without War“ und sagten zu, das Thema bei dem geplanten Besuch der Parlamentariergruppe im Herbst dieses Jahres mit ihren südkoreanischen Parlamentskollegen zu diskutieren.

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