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Konferenz „Deutsche in Polen – Das Leben der deutschen Minderheit in der neuen Situation nach dem Jahr 1945″
1. Juni 2015
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Auf dem St. Annaberg, dem geistig-kulturellen Zentrum Oberschlesiens, führte am 29. und 30. Mai der Verband der deutschen Sozialkulturellen Gesellschaften in Polen eine wissenschaftliche Konferenz zur Geschichte der deutschen Minderheit nach 1945 durch. Hier sollen v.a. neue Aspekte des Themas aufgezeigt und vor allem die jüngere Generation der deutschen Minderheit informiert werden. Die Konferenz wurde durch das Auswärtige Amt gefördert.

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Bundesbeauftragter Koschyk übermittelte zu dieser Konferenz nachfolgendes schriftliches Grußwort:

„Zur Konferenz ‚Konferenz Deutsche in Polen – Das Leben der deutschen Minderheit in der neuen Situation nach dem Jahr 1945‘ des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) grüße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich und übermittle Ihnen die besten Wünsche der Bundesregierung. Ich wäre sehr gerne heute selbst zu dieser hochkarätigen wissenschaftlichen Veranstaltung gekommen, weil ich weiß, wie sehr die Erlebnisgeneration ebenso wie die nachgeborenen Angehörigen der deutschen Minderheit die Ereignisse von damals auch heute noch emotional berühren. Leider macht mir eine seit Langem geplante Dienstreise nach Ostasien eine Teilnahme nicht möglich.

Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Dieser Jahrestag markiert auch den Beginn der in der heutigen wissenschaftlichen Konferenz zu behandelnden Epoche, in der die Existenz der deutschen Minderheit in Polen schlichtweg geleugnet wurde. Diese Zeiten sind gottseidank vorüber, dank mittlerweile freundschaftlicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen, aber natürlich auch Dank des beharrlichen Einsatzes der deutschen Minderheit für ihre verbrieften Rechte.

Der VdG hat als wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Polen bereits seit seiner Gründung eine entscheidende Rolle für die bilateralen Beziehungen eingenommen, indem er die Rahmenbedingungen der polnischen Demokratie, des polnischen Minderheitengesetzes und des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages in den Jahren seither intensiv genutzt hat, um die muttersprachliche und kulturelle Identität der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen zu wahren, ihre Organisationsstrukturen aufzubauen und zu verfestigen sowie an der politischen Willensbildung auf kommunaler-, regionaler- und Landesebene durch politische Mandatsträger aktiv mitzuwirken. Längst ist er zu einem wichtigen Ansprechpartner für deutsche und polnische Institutionen geworden.

Es war eine absolute Selbstverständlichkeit, dass der VdG im Februar dieses Jahres am Runden Tisch zu Fragen der Förderung der deutschen Minderheit in Polen und der polnischstämmigen Bürger und Polen in Deutschland in Warschau teilnahm.

Die Bundesregierung ist sich Ihrer besonderen Verantwortung für die deutsche Minderheit in Polen bewusst, was sich auch an einer umfassenden finanziellen Förderung durch den Bund wiederspiegelt. Diese Verantwortung schließt auch die Erhaltung und Pflege von Sprache und Kultur der deutschen Minderheit in Polen ein, hierzu zählt auch die Pflege des Geschichtsbewusstseins. Ich freue mich also, dass das Auswärtige Amt die heutige Konferenz finanziell fördert.

Ich schätze deshalb den VdG sehr als verlässlichen Kooperationspartner und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihrer Konferenz einen guten Verlauf und dem weiteren Wirken Ihres Verbandes viel Erfolg!“

Weiterführende Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

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