In Breslau findet heute das 5. Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen statt, an dem auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, teilnimmt.
Die Veranstalter des Festivals laden zu Auftritten von jungen, aufstrebenden Stars der deutschen Musikszene ein. Außerdem werden auch erfahrene Chöre und Tanzgruppen auftreten. Das Kulturfestival, das alle drei Jahre veranstaltet wird, soll einem breiten Publikum den Reichtum des Kulturangebotes der deutschen Minderheit in Polen präsentieren. Von Chormusik, Pop, Jazz, Oper, Musicals, bis hin zu Blasorchestern, Tanzgruppen und Solisten.
Veranstalter sind der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) gemeinsam mit der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau. Schirmherrschaft übernahmen der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland Frank-Walter Steinmeier und der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna.
Eröffnet wird das 5. Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen mit einer feierlichen Messe in der St. Maria Kirche auf dem Sande in Breslau. Diese wird zelebriert von Erzbischof Marian Gołębiewski und Bischof Andrzej Czaja.
In seinem Redebeitrag erklärte Bundebeauftragter Koschyk, dass ihn gerade 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Tatsache bewege, dass das Kulturfestival in der Jahrhunderthalle in Breslau stattfinde. „Das bis dahin nahezu unzerstörte Zentrum Schlesiens wurde in den letzten Kriegsmonaten wegen eines militärisch sinnlosen Durchhaltebefehls fast völlig in Trümmer gelegt. Hier offenbarte sich noch einmal die Unmenschlichkeit der nationalsozialistischen Diktatur, die sich zuvor vor allem gegen das jüdische Volk, das polnische Volk sowie zahlreiche andere Völker, mit größter Brutalität gerichtet hatte. Auf polnischem Boden verübte die NS-Diktatur im deutschen Namen das Menschheitsverbrechen des Holocaust. Die Verbrechen Hitler-Deutschlands schlugen dann schrecklich auf die Deutschen in Schlesien und dem damaligen Ostdeutschland durch das Unrecht der Vertreibung und die jahrzehntelange Ausgrenzung der heimatverbliebenen Deutschen zurück, vor allem im Hinblick auf deren kulturelle und muttersprachliche Identität!“, so Bundesbeauftragter Koschyk.
Zum Redebeitrag von Bundebeauftragten Koschyk gelangen Sie hier.
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