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Finanzstaatssekretär Koschyk im Interview zum Korea-Konflikt
3. April 2013
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Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Ko-Vorsitzende des bilateralen Deutsch-Koreanischen Forums, Hartmut Koschyk, erwartet von China eine Entschärfung des Korea-Konflikts. Das sagte Finanzstaatssekretär Koschyk in der „radioWelt“ des Bayerischen Rundfunks. China sei eine weitere Eskalation, ein „heißer Konflikt vor der Haustür“, keinesfalls recht. „China möchte aber auch nicht, dass das nordkoreanische Regime zusammenbricht, dass die Dinge dort außer Kontrolle geraten.“ In Asien geht es nach den Worten Koschyks vor allem um die Gesichtswahrung. China könne Nordkorea nicht vor den Augen der Welt brüskieren. Deswegen müsse es hinter den Kulissen versuchen, seinen Einfluss geltend zu machen. „China kann es sich aber auch nicht leisten, vor der Weltöffentlichkeit von Nordkorea brüskiert zu werden.“ Koschyk sieht zwei Ursachen für die aggressive Rhetorik Nordkoreas: Zum einen sitze Machthaber Kim Jong Un offenbar noch nicht ganz fest im Sattel. Er müsse gegenüber den Militärs beweisen, dass „er genauso ein harter Hund wie sein Vater ist“. Zum Zweiten wolle Kim auf Augenhöhe mit den USA über die Sicherung seiner Herrschaft verhandeln.

In einem Interview mit der Frankenpost hat Finanzstaatssekretär Koschyk zu mehr Verständigung aufgerufen und betonte: Japan und China haben eine neue Führung, der US-Präsident sei gerade wiedergewählt, mit Präsidentin Park Geun Hye habe Südkorea eine neue Repräsentantin und auch Kim Jong Un sei noch relativ neu im Amt. „Noch nie war das Umfeld für Nordkorea so gut“, betont Finanzstaatssekretär Koschyk.

Angesichts immer neuer Kriegsdrohungen Nordkoreas verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region. Unterdessen warnte Südkorea den kommunistischen Norden in deutlicher Form vor möglichen Angriffen. Präsidentin Park Geun Hye wies die Streitkräfte am Montag an, auf militärische Provokationen des Nachbarlandes „ohne Rücksicht auf jede politische Abwägung“ prompt und strikt zu reagieren.

Zum Radiointerview in der „radioWelt“ des Bayerischen Rundfunks gelangen Sie hier.

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