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Koschyk: Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen stärkt auch unseren regionalen Wirtschaftsstandort!
4. November 2011
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Nach dem Deutschen Bundestag hat heute auch der Bundesrat dem Gesetz zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen zugestimmt.

Die Bundesregierung will allen zugewanderten Menschen eine echte Chance geben in Deutschland und auch in unserer Region in ihrem erlernten Beruf tätig zu werden. Deswegen hat sich die Bundesregierung dafür eingesetzt, dass für alle bundesrechtlich geregelten Berufe (Ärzte, Handwerker, Landwirte) ein Anspruch auf zügige Prüfung der im Ausland erworbenen Abschlüsse geschaffen wird. Auch die einzelnen Bundesländer sind gefordert, da sie für die berufsrechtlichen Regelungen, z.B. für Lehrer, Ingenieure, Erzieher und Architekten zuständig sind.

Nach höchstens drei Monaten soll jeder – egal, wo er herkommt – eine Bescheinigung darüber in Händen halten, inwieweit seine Qualifikation dem vergleichbaren deutschen Abschluss entspricht.

Die Anerkennung von Bildungsleistungen gehört zur Wertschätzung, die jedem Menschen gebührt. Deshalb ist es zu begrüßen, dass ein Rechtsanspruch auf Prüfung und Bewertung im Ausland erworbener Qualifikationen besteht.

Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen wir auch in unserer Region alle Qualifikationen nutzen, egal ob diese im In- oder Ausland erworben wurden. Auch in unserer Region gibt es zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger, die einen hervorragenden im Ausland erworbenen Studienabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Dieses ungenutzte Potential an Akademikern und Fachkräften in unserer Region wird unseren heimischen Unternehmen und Betrieben jetzt nicht länger versperrt bleiben.

Fachkräfte und qualifizierte Arbeitnehmer werden dringend gesucht und mitgebrachte Berufsabschlüsse müssen daher auf unserem heimischen Arbeitsmarkt verwertbar sein. Ärzte sollen im Krankenhaus arbeiten, nicht im Taxi. Handwerker werden auf der Baustelle gebraucht, nicht auf dem Flur des Arbeitsamtes.

Mit dem von Bundesrat und Bundestag verabschiedeten Gesetz eröffnen wir vielen in unsere Region zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine neue Lebensperspektive bei uns, tragen zu ihrer Integration bei und gewinnen außerdem noch neue Fachkräfte für unsere heimische Wirtschaft. Die Verbesserung der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen stärkt auch unseren regionalen Wirtschaftsstandort.

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