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Müller und Koschyk treffen südkoreanischen Wiedervereinigungsminister in Berlin
28. Februar 2012
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Der Botschafter der Republik Korea in der Bundesrepublik Deutschland, Moon Tae-Young, der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller MdB, der Wiedervereinigungsminister der Republik Korea, Dr. Woo-ik Yu und der Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB

Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller MdB und der Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB, sind in Berlin mit dem Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu zusammengetroffen.

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Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu erläuterte die aktuelle Situation auf der koreanischen Halbinsel

Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu dankte beiden CSU-Politikern für Ihren Einsatz um eine nachhaltige Weiterentwicklung der deutsch-koreanischen Beziehungen und für die Verbesserung der angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel. Minister Woo-ik Yu verdeutlichte, dass nach dem Tod von Kim Jong Il trotz der geregelten Machtübergabe an seinen Sohn Kim Jung Un die Situation in Nordkorea weiterhin instabil sei. Indiz für die instabile Situation in Nordkorea sei, dass bislang noch keine offizielle Gesprächsbereitschaft Nordkoreas für direkte Gespräche mit der südkoreanischen Regierung zu erkennen seien. Südkorea habe beispielsweise im Bereich des Umweltschutzes angeboten, Nordkorea bei der Bekämpfung von mit Schädlingen befallenen Bäumen zu helfen, ohne dass bisher eine Reaktion seitens Nordkoreas erfolgt sei.Auch im humanitären Bereich sei Südkorea zur Hilfe für die Menschen in Nordkorea bereit. Als hoffnungsvolles Zeichen wertete es der südkoreanische Wiedervereinigungsminister, dass die nordkoreanische Führung wieder direkte Gespräche mit den USA führe. Ein Ergebnis dieses Dialogs zwischen den USA und Nordkorea könnte den Weg für eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zur Lösung der Nuklearfrage freimachen und damit eine innerkoreanische Annäherung ermöglichen. Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu vermutet, dass schon bald offizielle Gespräche zwischen Nordkorea und der VR China stattfinden werden. Einerseits sei die VR China an der politischen Stabilität Nordkoreas interessiert, andererseits bleibe Nordkorea auf die politische und wirtschaftliche Unterstützung der VR China angewiesen. Im Hinblick auf stattfindende Gespräche zwischen der VR China und Nordkorea betonte Dr. Woo-ik Yu, dass er selbst, aber auch die südkoreanische Gesellschaft, sich auch eine angemessene humanitäre Lösung des Problems der nordkoreanischen Flüchtlinge in der VR China wünsche, denen eine Abschiebung nach Nordkorea drohe.

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Südkorea bleibe daran interessiert, einen direkten Gesprächskanal zu Nordkorea zu öffnen, auch um ein günstiges Umfeld für eine mögliche Wiedervereinigung zu schaffen. Innenpolitisch verfolge die südkoreanische Regierung derzeit eine moderate Politik gegenüber Nordkorea, was auch mögliche humanitäre Hilfen einschließe. Im Hinblick auf eine künftige Wiedervereinigung unterstützt Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu die Schaffung eines Fonds zur Bewältigung der Kosten einer Wiedervereinigung. Ein derartiger Fonds würde auch den Willen der südkoreanischen Bevölkerung symbolisieren.

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Müller und Koschyk sicherten Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu die Unterstützung Deutschlands und der EU für eine Entspannung in Nordostasien und eine nachhaltige innerkoreanischen Annäherung zu. Im Hinblick auf die Lage der nordkoreanischen Flüchtlinge in der VR China machten beide CSU-Politiker deutlich, dass sowohl der Deutsche Bundestag als auch das Europäische Parlament sich in dieser Frage auch gegenüber China engagieren werde, wenn dies von Südkorea gewünscht sei. Abschließend verwiesen Müller und Koschyk auf das Angebot des Bundesministeriums der Finanzen, im Jahr 2013 eine deutsch-koreanische Gemeinschaftsbriefmarke herauszugeben, was von Wiedervereinigungsminister Dr. Woo-ik Yu ausdrücklich unterstützt wurde.

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Der Botschafter der Republik Korea in der Bundesrepublik Deutschland, Moon Tae-Young, der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller MdB, der Wiedervereinigungsminister der Republik Korea, Dr. Woo-ik Yu, die Leiterin des Instituts für Koreastudien an der FU Berlin, Prof. Dr. Eun-Jeung Lee und der Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB

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