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Hartmut Koschyk tritt bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr an
23. März 2016
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Nach dann 27 Jahren im Deutschen Bundestag wird Hartmut Koschyk, direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Bayreuth/Forchheim, im Herbst des kommenden Jahres nicht mehr zur Wahl antreten. „Nach fast drei Jahrzehnten ist es an der Zeit, die Weichen für die personelle Vertretung unseres Raumes neu zu stellen“, sagte Koschyk am Dienstagabend in Pegnitz.

Als Rahmen für seine Ankündigung seines Rückzuges hatte sich Koschyk eine Veranstaltung mit Vertretern von CSU-Ortsverbänden und Arbeitsgemeinschaften/Arbeitskreisen im Pegnitzer ASV-Sportheim ausgewählt. Er hatte zuvor rund eine Stunde lang über Flüchtlingsthemen, Energiewende, Verkehrswegeplan und TTIP gesprochen, ehe er am Ende völlig überraschend eine „Anmerkung in eigener Sache“ ankündigte.

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Er stehe für einen rechtzeitigen Generationswechsel, sagte Koschyk, der dem Bundestag sieben Legislaturperioden angehört. Den frühen Zeitpunkt seiner Bekanntgabe begründete er unter anderem damit, dass die CSU genügend Zeit haben soll, um in Ruhe über seine Nachfolge zu beraten. „Im September oder Oktober dieses Jahres sollte dann klar sein, mit wem die Partei in die Bundestagswahl geht“, so Koschyk. Er selbst werde sich bei der Personalfrage zurückhalten, sein Amt aber bis zum letzten Tag voll ausfüllen.

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Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CSU im Landkreis Bayreuth, Gudrun Brendel-Fischer MdL, und Altbürgermeister der Stadt Pegnitz, Manfred Thümmler

Bei der Konferenz zeigten sich die Teilnehmer absolut überrascht von Koschyks Schritt. „Wir sind alle sehr betroffen“, so die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer. Es gelte die Entscheidung zu respektieren, wenngleich er sie sehr bedauere, so der frühere Bayreuther Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel. Regelrecht bestürzt zeigte sich Matthias Straub von der Jungen Union. Koschyk selbst meinte, dass es noch längst keine Zeit für Abschiedsworte sei, die Legislaturperiode ende erst im Oktober 2017. Bis dahin werde die Partei genügend Zeit haben, die Dinge geordnet zu besprechen. „Wir werden ein geordnetes Verfahren finden, am Ende entscheidet eine Delegiertenversammlung über die Nachfolge.

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Altlandrat Dr. Klaus-Günter Dietel

Koschyk war im September 1990 im Alter von erst 31 Jahren über die Liste in den ersten gesamtdeutschen Bundestag nach der Wiedervereinigung gewählt worden. Ab 1994 kandidierte er dann für den Wahlkreis Bayreuth/Forchheim. Er war unter anderem von 2009 bis 2013 Parlamentarischer Finanzstaatssekretär und ist aktuell Bundesbeauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Zuvor war er von 2005 bis 2009 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Vor seiner Zeit als Abgeordneter wurde er 1987 mit erst 28 Jahren zum Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen berufen.

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